Hamburg, 31.03.2025 (PresseBox) - Einige in Innenräumen verwendeten Baustoffe haben bei vielen Menschen nicht nur optisch, sondern auch gesundheitlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen: Kopfschmerzen, Benommenheit, tränende Augen und Schwindel sind nur einige der Beschwerden, die durch ausdünstende Schadstoffe in Innenräumen entstehen können. Besonders in den 1960er- und 1970er-Jahren wurden vielen Baustoffen und Produkten für den Innenraum gesundheits- und umweltschädliche Substanzen beigemischt. Diese Stoffe können jahrelang ausgasen und die Raumluft belasten. Heute setzen Hersteller verstärkt auf gesundheitlich unbedenkliche Materialien, und lassen diese zertifizieren. Besonders verlässlich sind dabei Siegel, die Produkte herstellerübergreifend zertifizieren – und die von möglichst vielen Unternehmen verwendet werden. Klaus Winkels, seit 28 Jahren Geschäftsführer der GEV, stellt im Interview das EMICODE®-Siegel vor.
Herr Winkels, was ist die GEV?
GEV bedeutet „Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e. V.“ Wir haben vor 28 Jahren auf Initiative einiger Unternehmen der Klebstoffindustrie das Siegel Emicode® entwickelt. Ziel war eine objektive Messlatte zu schaffen, und diese hat sich über die Jahre immer weiter entwickelt. Das Emicode®-Siegel ist ein Klassifizierungssystem, das emissionsarme Bauprodukte kennzeichnet, insbesondere Klebstoffe, Spachtelmassen, Dichtstoffe und andere bauchemische Produkte. Der Emicode®-Standard ist heute ein weltweiter Maßstab für Solidarität und Vertrauen. Es ist ein wichtiges Pfund für Unternehmen, die nicht nur für die technische Qualität ihrer Produkte werben, sondern auch auf Gesundheitsschutz und Umweltschutz achten.
Was genau bedeutet das Emicode® Siegel?
Emicode® verkörpert die Information, dass das Produkt, das mit dem Siegel ausgestattet ist, emissionsarm ist. Es gibt drei Klassen, nach denen diese Emissionsarmut eingestuft wird:
Emicode® EC 1PLUS („sehr emissionsarm“) die strengste Klasse, Emicode® EC 1 („sehr emissionsarm“), und Emicode® EC 2 („emissionsarm“). Unabhängig von der Klasse dürfen die ausgezeichneten Produkte keinerlei bedenkliche (nachweislich und auch vermutet [SVHC] sowie krebserregende [1A/1B]) Stoffe enthalten. Alle Produkte werden auf Emissionen und flüchtige organische Verbindungen geprüft und sehr strengen Anforderungen unterstellt. Geprüft wird von unabhängigen Prüfinstituten nach der standardisierten Prüfmethode EN 16516. Getestet wird zwei Mal: Nach drei Tagen und nach 28 Tagen. Entscheidend ist der Dreitageswert für die unmittelbare Nutzung der Räume; die 28-Tage-Messung liefert Werte für die längere Nutzung. Und gemessen wird immer nach der gleichen festgelegten Standardtemperatur von 23° C und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit, damit die Produkte tatsächlich vergleichbar sind.
Wie viele Unternehmen verwenden das Siegel und für wie viele Produkte wird es vergeben?
Aktuell haben wir 251 Mitgliedsunternehmen, davon zwei Fördermitglieder und 249 ordentliche Mitglieder, die das Siegel für ihre Produkte verwenden. Und derzeit sind weltweit 15.670 Produkte mit dem Emicode® gekennzeichnet. Die Unternehmen kommen auf uns zu und möchten ihre Produkte testen lassen.
An wen richtet sich das Siegel?
Das Siegel richtet sich an Hersteller, Handwerker, Architekten, ausschreibende Stellen und Organisationen wie die DGNB – und natürlich auch an Endverbraucher.
Weitere Informationen unter: www.emicode.com
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