VMware fördert mandantenfähige Cloud-Services

Schutzzonen beim Software-defined Networking

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vCloud-Gateway als Vermittler

In der vSphere-Architektur ist VXLAN sowohl für die Gast-VMs als auch für das zugrunde liegende Layer-3-Netzwerk transparent. Die vCloud Networking and Security Edge GatewayAppliance von VMware stellt Gateway-Services zwischen VXLAN- und anderen Hosts (z.B. einem physischer Server oder dem Internet-Router) bereit.

Das Gateway fungiert als Übersetzer von Segment-IDs zwischen virtuellen VXLAN-Servern und Hosts, die nicht auf VXLAN basieren. Das heißt, dass auch Nicht-VXLAN-Hosts von den Vorteilen profitieren, die VXLAN bietet:

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1) Virtuelle Domänen: VXLAN ermöglicht das „Floating“ oder „Roaming“ von virtuellen Domänen in einer gemeinsamen Netzwerk- und Virtualisierungsinfrastruktur. „Unter Nutzung von branchenüblicher Ethernet-Technologie kann eine große Anzahl virtueller Domänen auf Basis eines vorhandenen Netzwerks erstellt werden. Diese Domänen können vollständig voneinander und vom zugrunde liegenden Netzwerk isoliert werden und somit mandantenfähig sein“, so Martin Niemer.

„VXLAN erlaubt die Roaming-Funktion für VMs in einem SDN, denn nun lassen sich VMs über Subnetzgrenzen hinweg verschieben.“ Das ist besonders wichtig für Hybrid-Cloud-Umgebungen: „Ein MSP etwa kann gleichzeitig verschiedene Cloud-Architekturen und -Technologien haben, analog zum Mobilfunk.“

2) Flexibilität: Die Auslastung und Flexibilität von Servern und Storage im Rechenzentrum wird durch die Unterstützung von „ausgedehnten Clustern“, die über Switch- und Pod-Grenzen hinausgehen, maximiert. (Pod: eine integrierte Hardware-Appliance, etwa zur Einrichtung einer Private Cloud.)

3) Rationalisierter Netzwerkbetrieb: VXLAN wird in Layer-3-Standard-IP-Netzwerken ausgeführt, sodass keine umfassende zugrunde liegende Layer-2-Transportschicht aufgebaut und verwaltet werden muss.

4) Investitionsschutz: VXLAN wird über Standard-Switch-Hardware ohne Software-Upgrades und spezielle Codeversionen auf den Switches ausgeführt.

Mit anderen Worten: VXLAN, erhältlich in vCNS, ist die Grundlage für die Einrichtung elastischer, portabler, virtueller Datacenter (vDC), die jedem Mandanten eine Schutzzone bieten, und zwar bis zu 16,7 Millionen Mandanten pro VXLAN-Infrastruktur.

Ausblick

Die Zahl der SDN-Anbieter im Networking-Markt steigt rasant an. Cisco, Juniper, HP, Brocade und viele mehr setzen die Vorteile, die OpenFlow und SDN-Architekturen bieten, auf unterschiedliche Weise um. Alle VMware-Partner stellen ihren Kunden die Leistungsmerkmale von vCNS und somit VXLAN zur Verfügung. Entscheidend ist jedoch der Mehrwert, den eine Plattform, etwa Cisco ONE, dem IT-Admin liefert, nicht zuletzt im Hinblick auf die Sicherheit.

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