Cyberangriffe in der Logistikbranche Partner und Personal öffnen Angreifern die Tür

Quelle: Pressemitteilung Sophos 2 min Lesedauer

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Fast 80 Prozent der Logistikbetriebe melden Sicherheitsvorfälle. Dabei do­minieren Schwachstellen in der Lieferkette und menschliche Fehler. Eine Sophos-Befragung kommt zu dem Schluss: Security-Regeln existieren, doch die Kontrolle hakt.

Vernetzte Lieferketten erhöhen die Angriffsfläche: Schwachstellen bei Partnern und menschliche Fehler zählen zu den Haupttreibern von Cybervorfällen in der Logistik.(Bild: ©  Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Vernetzte Lieferketten erhöhen die Angriffsfläche: Schwachstellen bei Partnern und menschliche Fehler zählen zu den Haupttreibern von Cybervorfällen in der Logistik.
(Bild: © Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Cyberangriffe treffen oft Schnittstellen. Kunden und Lieferanten sind dabei kritische Punkte. 40 Prozent der Logistikbetriebe haben Sophos zufolge von Ausfällen oder Lücken in der Lieferkette berichtet. Zwar steigere die dichte Vernetzung der Betriebe mit ihren Partnern die Effizienz, ver­größere aber auch die Angriffsfläche.

Wie groß ist der Einfluss des Faktors Mensch?

Bei Cybersicherheitsvorfällen in der Logistikbranche ist der Einfluss des Faktors Mensch sehr groß. 81 Prozent sehen laut einer Umfrage von Sophos Fehlverhalten und geringes Sicher­heitsbewusstsein als Haupttreiber. Der Fachkräftemangel verschärft die Lage. Drei Viertel der Befragten fühlen deutliche Einschränkungen in der Abwehr.

„Die Logistik ist so eng vernetzt, dass ein einzelner Schwachpunkt die ganze Kette treffen kann“, sagt Michael Veit, Sicherheitsexperte bei Sophos. „Viele Unternehmen investieren in Technik und Schulungen, aber die größte Herausforderung bleibt der Faktor Mensch – in den eigenen Reihen und bei den Partnern.“

Viele Betriebe haben nach Vorfällen nachgeschärft. Zwei Drittel setzen vertragliche IT-Sicherheitsvorgaben für Partner. Aber laut den Ergebnissen der Umfrage bleiben laufende Überprüfungen lückenhaft. Strategie und Kontrolle klaffen auseinander. So entstehen Einfallstore für Cyberkriminelle trotz Vorgaben für die Sicherheit.

Wer trägt Verantwortung in den Betrieben?

In kleineren Unternehmen liegt die IT-Sicherheit oft bei der Geschäftsführung oder Bereichs­leitung. Größere Organisationen bauen spezialisierte Funktionen auf. Die Branche bleibt he­terogen. Die Wege zu mehr Resilienz unterscheiden sich.

Was sollten Logistiker jetzt umsetzen?

  • Lieferanten regelmäßig auf IT-Sicherheitsstandards prüfen;
  • Mitarbeitende schulen und sensibilisieren;
  • Notfallpläne und Backups regelmäßig testen;
  • Systeme aktuell halten, veraltete Geräte ersetzen;
  • Cybersicherheit als Managementaufgabe steuern.

Zur Methode der Befragung

Die Erhebung fand im September 2025 statt. Techconsult befragte im Auftrag von Sophos 147 Fach- und Führungskräfte aus Logistikunternehmen in Deutschland. Ein Drittel stammt aus Betrieben mit über 1.000 Beschäftigten. Weitere 20 Prozent aus Unternehmen mit 200 bis 499 Mitarbeitenden. Stark vertreten sind IT- und Leitungsebenen, etwa IT-Bereichsleitungen, Be­reichsleitungen, Chief Information Officers (CIO) und Geschäftsführungen.

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