Cohesity-Studie Schnelle Wiederherstellung wird sauberem Neustart vorgezogen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Nach schweren Cyberangriffen setzen 75 Prozent der Unternehmen auf Tempo statt auf einen nachweislich sauberen Neustart. Doch unentdeckte Kompromittierungen und offene Schwachstellen können so den nächsten Angriff begünstigen.

Bei deutschen Großunternehmen stehen schnelle Wiederherstellung und die Prüfung auf verbliebene Kompromittierungen nach einem Cyberangriff oft in einem Spannungsverhältnis.(Bild:  Envato Elements)
Bei deutschen Großunternehmen stehen schnelle Wiederherstellung und die Prüfung auf verbliebene Kompromittierungen nach einem Cyberangriff oft in einem Spannungsverhältnis.
(Bild: Envato Elements)

Eine von Cohesitybeauftragte Studie zeigt: Die Anzahl der deutschen Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten, die innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff mit schwerwiegenden Folgen betroffen waren, ist um 25 Prozent gestiegen. Während es in diesem Jahr 77 Prozent waren, waren es im Vorjahr noch 52 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der deutschen Unternehmen, die von einem schwerwiegenden Cyberangriff betroffen waren, um 25 Prozent gestiegen.(Bild:  Cohesity)
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der deutschen Unternehmen, die von einem schwerwiegenden Cyberangriff betroffen waren, um 25 Prozent gestiegen.
(Bild: Cohesity)

Als schwerwiegend wertet die Studie Vorfälle mit messbaren finanziellen, betrieblichen, rufschädigenden und/oder kundenbezogenen Auswirkungen. Auch wiederholte Angriffe nehmen laut Befragung zu: Der Anteil der Unternehmen, die mehrfach von schwerwiegenden Cybervorfällen betroffen waren, stieg von 26 auf 32 Prozent.

Übereilter Neustart birgt Risiken

75 Prozent der Befragten priorisieren nach einem Angriff eine möglichst schnelle Wiederherstellung gegenüber der Gewissheit, dass Systeme sauber und sicher sind. Cohesity sieht darin ein Risiko: Wenn ausgenutzte Schwachstellen nicht geschlossen oder kompromittierte Systeme nicht ausreichend geprüft werden, könnten Angreifer nach der Wiederherstellung erneut ansetzen.

Bei 66 Prozent der Unternehmen fiel das tatsächliche Ausmaß eines Vorfalls nach Angaben der Studie größer aus als zunächst angenommen. 65 Prozent berichteten zudem von Verzögerungen bei der Rückkehr zum normalen Geschäftsbetrieb.

KI breit genutzt, aber nicht umfassend abgesichert

99 Prozent der befragten deutschen Unternehmen setzen der Studie nach bereits KI-Systeme, KI-Workflows oder Machine-Learning-Modelle ein. Gleichzeitig decken nur 39 Prozent Angriffsszenarien auf diese Systeme umfassend ab.

48 Prozent berücksichtigen solche Szenarien nach eigenen Angaben nur teilweise, zehn Prozent nur minimal. Cohesity wertet dies als Hinweis darauf, dass KI-Systeme in vielen Unternehmen zusätzliche Angriffsflächen schaffen, ohne dass Schutzmaßnahmen im gleichen Umfang mitwachsen.

Trotz der hohen Angriffsrate haben 45 Prozent der Befragten nach wie vor vollständiges Vertrauen in die Cyber-Resilienz-Strategie ihres Unternehmens. Cohesity verweist zugleich auf eine weitere Befragung unter deutschen CEOs: Demnach werden nur 13 Prozent innerhalb von fünf Minuten über einen Cyberangriff informiert. 29 Prozent der befragten CEOs erwarten, dass ihr Unternehmen nach einem Angriff innerhalb eines Tages wieder vollständig betriebsfähig ist. Acht Prozent gehen sogar von einer Wiederaufnahme innerhalb einer Stunde aus.

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