Man-in-the-Middle-Angriff Sechsstelliger Schaden nach Cyberangriff auf Unternehmen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Das Vorgehen ist ausgeklügelt: Der E-Mail-Verkehr wird gehackt, falsche Bankverbindungen mitgeteilt. Dann ist das Geld weg. Die Polizei warnt.

Cyberkriminelle klinken sich in die Kommunikation von Unternehmen ein und leiten Zahlungen so auf ihre eigenen Kontonummern um.(Bild:  Robert Mizerek)
Cyberkriminelle klinken sich in die Kommunikation von Unternehmen ein und leiten Zahlungen so auf ihre eigenen Kontonummern um.
(Bild: Robert Mizerek)

Bei einem Hackerangriff auf zwei Unternehmen in den Landkreisen Passau und Rosenheim haben Kriminelle einen sechsstelligen Betrag erbeutet. Laut Angaben der Polizei hatten Unbekannte wohl eine per E-Mail versandte Rechnung zwischen den Unternehmen abgefangen und die angegebene Bankverbindung geändert. Das Geld wurde infolgedessen auf ein zunächst nicht näher bekanntes Konto der Täter überwiesen.

Täuschend echte E-Mail-Adressen

Demnach handelte es sich um einen sogenannten Man-in-the-Middle-Angriff. Dabei verschaffen sich die Täter laut Polizei Zugang in eine E-Mail-Korrespondenz zweier Unternehmen. Wenn Zahlungen bevorstehen, übernehmen die Täter demnach die Kommunikation und teilen dem Unternehmen kurzfristig eine neue Kontonummer mit. Dabei werde teils die tatsächliche E-Mail-Adresse des Unternehmens verwendet, das die Zahlung erwartet. In anderen Fällen werde eine fast identische Adresse eingerichtet – etwa mit vertauschten Buchstaben.

Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche und rät unter anderem, E-Mails auf Absenderadresse und korrekte Schreibweise zu überprüfen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauerten an.

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