Sicherheitsmonitor 2025 Sicher handeln, besser schützen

Quelle: Pressemitteilung VdS Schadenverhütung, Messe Essen und VDMA 3 min Lesedauer

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Unternehmen berichten spürbar häufiger von Einbrüchen als Privat­haus­halte. Sie reagieren mit Technik: Kameras, Schließ- und Meldeanlagen ste­hen oben auf der Liste. Entscheidungen werden vor allem über Zer­ti­fi­zier­ungen, fachliche Empfehlungen und verlässliche Informationen aus dem Netz vorbereitet und im Fachhandel validiert.

Unternehmen sind häufiger von Einbrüchen betroffen und investieren vor allem in Kameras, Schließ- und Meldeanlagen und entscheiden qualitätsgetrieben.(Bild: ©  stnazkul - stock.adobe.com)
Unternehmen sind häufiger von Einbrüchen betroffen und investieren vor allem in Kameras, Schließ- und Meldeanlagen und entscheiden qualitätsgetrieben.
(Bild: © stnazkul - stock.adobe.com)

Der Sicherheitsmonitor 2025 – kurz SiMon – ist die neue, repräsentative Umfrage von VDMA, Messe Essen und VdS. Sie beleuchtet das Sicherheitsverhalten von Unternehmen in Deutsch­land. Der SiMon zeigt: Einbruchsrisiken sind real, Investitionen laufen breit, Kauf­ent­schei­dun­gen folgen klaren Qualitätsmaßstäben. Das Meinungsforschungsinstitut „insa Consulere“ be­frag­te 1.000 Unternehmen in Deutschland. Während die Marktforschung sich auf Einbrüche bei Privatpersonen konzentriert, sind Daten zu Unternehmenseinbrüchen bislang rar.

Einbrüche bei Unternehmen

Das Einbruchrisiko bei Unternehmen ist präsent und der SiMon zeichnet ein deutliches Bild der Betroffenheit. 41 Prozent der befragten Unternehmen berichten von mindestens einem Ein­bruch in den vergangenen zwei Jahren – gegenüber nur 12 Prozent bei Privatpersonen. 16 Pro­zent der Unternehmen geben sogar an, dass bei ihnen in den letzten zwei Jahren mehrmals eingebrochen worden ist. Dabei ist es unerheblich, ob die Unternehmen eher in ländlichen Re­gionen (40,9 Prozent berichten von mindestens einem Einbruch in den letzten zwei Jahren) oder im städtischen (41,0 Prozent) Bereich angesiedelt sind.

Gleichzeitig ist die Risikowahrnehmung gespalten: 54 Prozent stufen das Risiko als eher oder sehr gering ein, 40 Prozent als eher oder sehr hoch. Inhaber und Geschäftsführer bewerten die Lage häufiger niedrig mit 56 Prozent, leitende Angestellte sehen sie häufiger hoch mit 46 Pro­zent. Der rote Faden dahinter: Wo die Bedrohung höher wahrgenommen oder erlebt wird, folgen Aufrüstung und Modernisierung – nicht punktuell, sondern strukturiert.

Investitionen in Sicherheitstechnik

Unternehmen investieren fortwährend in ihre Sicherheitstechnologie, um stets auf dem neus­ten Stand zu sein. Doch die Umfrage zeigt auch, dass 20 Prozent der Sicherheitstechnik in Un­ter­nehmen vier Jahre alt oder älter ist, acht Prozent sogar älter als zehn Jahre. Die Produkte haben demnach eine lange Lebensdauer und Qualität und sind damit nachhaltig.

Ein Ersatz von Sicherheitstechnik ist vor allem dann sinnvoll, wenn diese mit neuen und verbesserten Funktionen ausgestattet sind. Sicherheitskameras steigern zum Beispiel ihre Auflösung und ihren Funktionsumfang von Jahr zu Jahr. Dies spiegelt sich auch in den SiMon-Zahlen wider. 28 Prozent der Unternehmen gaben an, in den letzten 12 Monaten in diese in­vestiert zu haben.

Investitionen mit klarer Linie

Bei den Anschaffungen führen Sicherheitskameras mit 28 Prozent. Dahinter folgen Schließ­sys­teme und Einbruchmeldeanlagen mit jeweils 19 Prozent, Türzusatzsicherungen mit 18 Prozent sowie Tresore mit 16 Prozent. Einbruchhemmende Fenster und Zugangs­kon­trollsysteme wer­den jeweils von 15 Prozent genannt. 24 Prozent haben im letzten Jahr nicht investiert.

Der Blick nach vorn bestätigt die Prioritäten: 20 Prozent planen Investitionen in Kameras, 17 Prozent in Schließsysteme, 16 Prozent in Türzusatzsicherungen, 15 Prozent in Einbruch­mel­de­an­lagen und 14 Prozent in Zugangskontrolle, jeweils 13 Prozent nennen einbruchhemmende Türen und Tresore.

Kaufentscheidungen sind wohlüberlegt

Investitionsentscheidung beruhen im Wesentlichen auf zwei Faktoren: die Qualität muss nach­weisbar, die Bedienung alltagstauglich sein. An erster Stelle stehen Zertifizierungen mit 41 Pro­zent und Empfehlungen von Fachpersonal mit 39 Prozent. Herkunft nennen 30 Prozent, das Urteil von Stiftung Warentest 28 Prozent, Ergonomie und Bedienbarkeit 25 Prozent, Reviews 23 Prozent. Design bleibt mit 17 Prozent nachrangig.

Informationsseitig dominiert das Internet mit 37 Prozent, gefolgt vom Fachhandel mit 25 Prozent. Relevante zusätzliche Quellen sind öffentliche Institutionen und Behörden mit 22 Prozent, Hersteller und Sicherheitsberater mit jeweils 21 Prozent sowie Verbände mit 19 Pro­zent. Dies heißt, dass Unternehmen Risiko durch unabhängige Prüfungen und fachliche Va­li­dierung reduzieren. Sie kombinieren dies mit digitaler Recherche und persönlicher Beratung. Gleichzeitig bevorzugen sie Lösungen, die sich einfach und zuverlässig bedienen lassen.

Schutz ist machbar – mit Prioritäten, die wirken

Der SiMon 2025 zeigt eine klare Linie: Die Betroffenheit von Einbrüchen ist erheblich, aber Un­ter­nehmen reagieren konsequent. Kameras, Schließ- und Meldeanlagen bilden den Kern der Investitionen, ergänzt um Zutrittskontrolle und bauliche Sicherungen. Entscheidungen werden daten- und qualitätsgetrieben getroffen – Zertifizierung, Expertenrat und Bedienbarkeit geben den Ausschlag. Wer diese Leitplanken beachtet, senkt sein Risiko messbar und baut eine Si­cher­heitsarchitektur auf, die sichtbar abschreckt, zuverlässig detektiert und im Ereignisfall schnell handlungsfähig macht.

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Auf der Fachmesse Security Essen in Essen, die vom 22. bis 25. September 2026 stattfindet, können Unternehmen einen Überblick über die gefragte Sicherheitstechnik gewinnen. Video, KI, Drohnen und Robotics werden in der Halle 5, Zutritt, Mechatronik, Mechanik, Perimeter und Systeme in der Hallen 6 ausgestellt.

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