Sorge um Daten Fast alle Kunden würden nach Cyberattacke kündigen

Ein Gastbeitrag von James Blake 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Über 90 Prozent der von Cohesity befragten Verbraucher würden bei einer Datenpanne die Geschäftsbeziehungen beenden. Auch der Einsatz von KI sorgt für Sicherheitsbedenken.

Weltweit sorgen sich Verbraucher um die Sicherheit ihrer Daten. Fast alle würden Geschäftsbeziehungen aufgrund eines Datenverlustes beenden.(Bild:  fpic - stock.adobe.com)
Weltweit sorgen sich Verbraucher um die Sicherheit ihrer Daten. Fast alle würden Geschäftsbeziehungen aufgrund eines Datenverlustes beenden.
(Bild: fpic - stock.adobe.com)

Weltweit äußern Verbraucher große Bedenken hinsichtlich der Menge an Daten, die Unternehmen über sie sammeln. Gleiches gilt für deren Handhabung und Sicherheit, insbesondere beim Thema KI. Dies zeigt eine Umfrage von Cohesity, Anbieter für KI-gestütztes Datenmanagement und -sicherheit. Insgesamt hat der Hersteller weltweit mehr als 6.000 Verbraucher befragt.

Der Umfrage zufolge sind 79 Prozent der Teilnehmer der Meinung, dass Unternehmen zu viele persönliche oder finanzbezogene Daten erfassen. Außerdem wünschen sich 82 Prozent der Verbraucher von den Unternehmen einen sorgfältigeren Umgang mit persönlichen Daten. Wenn dies nicht gelingt, droht Umsatzverlust: Über 90 Prozent der Befragten sagen beispielsweise, dass sie ihre Geschäftsbeziehung mit einem Unternehmen beenden würden, falls dieses Opfer eines Cyberangriffs wird. Verbraucher sind also bereit, bei Vertrauensverlust den Anbieter zu wechseln.

KI sorgt für Bauchschmerzen bei Verbrauchern

Laut der Cohesity-Befragung befürchtet eine Mehrheit der Befragten, dass KI die Sicherheit ihrer Daten negativ beeinflusst. Außerdem bemängeln sie die fehlende Transparenz der Unternehmen beim Thema KI.

  • Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher (90 %) weltweit ist besorgt, dass KI die Sicherung und Verwaltung ihrer Daten erheblich erschweren wird.
  • Die meisten stufen KI als Risiko für den Datenschutz und die Datensicherheit ein (71 %).
  • 78 Prozent hegen ernsthafte Bedenken hinsichtlich der uneingeschränkten oder unkontrollierten Nutzung ihrer Daten durch KI.
  • Weltweit wollen private Nutzer (82 %) zumindest um Erlaubnis gefragt werden, bevor ihre persönlichen Daten oder solche mit Finanzbezug in KI-Modelle fließen.

Datenübermittlung an Drittanbieter

Dieser Wunsch nach mehr Transparenz bezieht sich auch auf Drittanbieter:

  • Die große Mehrheit der Befragten weltweit (85 %) will wissen, mit wem ihre Daten geteilt werden.
  • 84 Prozent fordern zudem, dass Unternehmen die Datensicherheit und die allgemeinen Verwaltungsprozesse von Drittanbietern mit Zugang zu Kundendaten überprüfen.

James Blake ist Global Cyber Security Strategist bei Cohesity(Bild:  Cohesity)
James Blake ist Global Cyber Security Strategist bei Cohesity
(Bild: Cohesity)

Umso wichtiger ist es, den Kundenwünschen nach Schutz ihrer sensiblen Daten nachzukommen. „Verbraucher sind sich bewusst, dass Unternehmen in Sachen Datenmanagement und Datensicherheit hohe Anforderungen erfüllen müssen“, sagt James Blake, Global Cyber Security Strategist bei Cohesity. „Unternehmen, die KI intern einsetzen wollen, müssen in die Sicherheit und Hygiene ihrer Daten investieren, um ihre Cyber-Resilienz aufrechtzuhalten und die Verbraucher zufriedenzustellen. Wer die KI-Fähigkeiten von Zulieferern nutzen möchte, muss einen strengen und proaktiven Ansatz in Bezug auf die Risiken Dritter verfolgen. Das Vertrauen der Verbraucher geht schnell verloren, und die Konkurrenz ist nicht weit. Daher muss sichergestellt werden, dass KI-Strategien keine zusätzlichen Risiken für Kundendaten mit sich bringen.“

(ID:50196700)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung