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Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 10

Verkabelungsbereiche, Standards und Qualitätsklassen

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Herstellerunabhängigkeit ist Trumpf

In den Unternehmen und Organisationen ist heute aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre der Trend zu spüren, sich nicht mehr von einem Hersteller abhängig machen zu wollen. Dies gilt für Hard- und Software gleichermaßen und somit auch für die Verkabelung.

Die Festlegung auf eines der heute von der Industrie angebotenen Verkabelungssysteme ist sehr schwierig und hängt vom Einzelfall und dem betreffenden Bedarf ab. Immer wieder wird man an Grenzen der Entwicklungs- und Integrationsfähigkeiten stoßen, die die Eingliederung verschiedener neuer Geräte erschweren. Ganz besonders wesentlich erscheint dem Autor die Erkenntnis, dass

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  • die Verkabelung im Sinne einer Gesamtstrategie weder auf einem einzelnen Kabeltyp noch auf einem einzigen, homogenen Netztyp basieren wird, sondern die Verkabelung immer auf einer hierarchischen Konzeption unter Berücksichtigung verschiedenster Versorgungsbereiche beruht

Bei einer Verkabelung kann man grob zwei strategische Klassen unterscheiden:

  • die Vollverkabelung, die unabhängig von der tatsächlichen Belegung durch die Gebäudeauslegung und das Besiedlungspotential bestimmt wird und
  • die Bedarfsverkabelung, bei der die Infrastruktur durch die Belegungsdichte zum Installationszeitpunkt bestimmt und danach bedarfsorientiert verändert wird.

Im Rahmen einer derartigen Gesamtstrategie werden üblicherweise vier Bereiche unterschieden:

  • Geländeverkabelung (zwischen Gebäuden eines Geländes), Primärbereich
  • Gebäudeverkabelung (zwischen Etagen oder Bereichen eines Gebäudes), Sekundärbereich
  • Etagenverkabelung (zwischen Büros einer Etage bzw. zwischen Verteilerraum und Endgeräteanschlüssen), Tertiärbereich

Die Geländeverkabelung integriert dabei die in den einzelnen Gebäuden bestehenden Subnetze, die Gebäudeverkabelung integriert die Etagennetze und die Etagenverkabelung bindet die einzelnen räumlichen Einheiten an das Netz an.

Dabei werden jeweils unterschiedliche Anforderungen an die verschiedenen Stufen gestellt.

weiter mit: Geländeverkabelung

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