Datensicherung Was ist ein Backup?

Aktualisiert am 20.10.2025 Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 3 min Lesedauer

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Unter einem Backup versteht man die Sicherung von Daten auf einem oder mehreren Speichermedien. Ziel dieser Datensicherung ist es, Datenverluste durch Hardwaredefekte oder Cyberangriffe zu verhindern. Die Daten können vollständig, inkrementell, differenziell oder als Image gesichert werden.

Ein Backup ist die Erstellung einer Sicherungskopie von Daten auf internen oder externen Speichermedien mit dem Ziel, Datenverlust zu verhindern. (Bild:  Andranik Hakobyan via Getty Images)
Ein Backup ist die Erstellung einer Sicherungskopie von Daten auf internen oder externen Speichermedien mit dem Ziel, Datenverlust zu verhindern.
(Bild: Andranik Hakobyan via Getty Images)

Backup ist der englische Begriffe für Datensicherung. Es handelt sich um die Sicherung von Daten durch Kopieren auf einen oder mehrere interne oder externe Datenträger. Ziel der Datensicherung ist es, Datenverlust zu vermeiden. Dank einer Datensicherung können beispielsweise nach einen Hardwaredefekt, einem Softwarefehler oder einen Hackerangriff zerstörte, manipulierte oder entwendete Daten wiederhergestellt werden. Die Datensicherung ist eine Maßnahme der Datensicherheit. In Unternehmen gehört die Datensicherung zu den technischen Maßnahmen der Business Continuity.

Die Wiederherstellung aus einer Datensicherung wird als Recovery oder Restore bezeichnet. Je nach Backup-Strategie und Art der zu sichernden Daten kann die Datensicherung als vollständiger, inkrementeller, differenzieller oder als Image Backup erfolgen. Als Backupmedien kommen Festplatten, Magnetbänder, optische Speichermedien wie DVDs, Speicherkarten und Speichersticks oder Cloud-Speicher zum Einsatz. Die Datensicherung lässt sich durch das manuelle Kopieren von Dateien oder mit Hilfe einer Software automatisch oder halbautomatisch realisieren. Backup-Software ist von zahlreichen Herstellern als externe Software erhältlich. Viele Betriebssysteme wie Windows, macOS oder Linux bieten integrierte Funktionen und Tools zur Datensicherung.

Empfehlung der Redaktion

Security-Insider Podcast

Gemeinsam mit Dr. Jürgen Ehneß, dem Chef-Redakteur unseres Schwesternportals Storage-Insider, hat die Security-Insider-Redaktion eine Podcast-Folge mit Tipps und Tricks rund um die Datensicherung aufgenommen. Denn ein zuverlässiges Backup beginnt mit grundlegenden Methoden, geht jedoch weit überdie gängige 3-2-1-Regel hinaus. Außerdem erläutert Dr. Ehneß, wie Sie gefährliche Fehler vermeiden. Viel Spaß beim reinhören!

Alle Folgen des Security-Insider-Podcasts finden Sie hier.

Die verschiedenen Arten der Datensicherung

Abhängig von der Art des Datenbestands und seinen Veränderungen kommen verschiedene Sicherungsarten zum Einsatz. Diese Sicherungsarten sind:

  • die Komplettsicherung
  • die differenzielle Sicherung
  • die inkrementelle Sicherung
  • die Image-Sicherung

Eine Komplettsicherung überträgt alle Daten vollständig auf das Sicherungsmedium. Bei der differenziellen Sicherung, werden nur die Daten gesichert, die sich seit der letzten Komplettsicherung verändert haben oder neu sind. Die inkrementelle Sicherung sichert die Dateien oder Dateiteile, die sich seit der letzten inkrementellen Sicherung verändert haben oder neu dazu gekommen sind. Sowohl die inkrementelle als auch die differenzielle Datensicherung bauen initial auf einer Komplettsicherung auf. Sollen Daten vollständig aus inkrementellen oder differenziellen Datensicherungen wiederhergestellt werden, sind die initiale Komplettsicherung und alle differenziellen oder inkrementellen Sicherungen dafür heranzuziehen. Die Image-Sicherung, auch Image-Backup oder Speicherabbildsicherung genannt, sichert einen kompletten Datenträger oder eine Partition als 1-zu-1-Kopie. Mit einem Image-Backup lässt sich der Zustand eines Rechners zum Sicherungszeitpunkt inklusive Betriebssystem, Nutzdaten, Dateisystem und allen Konfigurationseinstellungen wiederherstellen.

Manuelle, halbautomatische und vollautomatische Backups

Die Datensicherung ist manuell, halbautomatisch oder vollautomatisch möglich. Bei einer manuellen Sicherung kopiert der Anwender die zu sichernden Dateien händisch auf das Sicherungsmedium. Mit Hilfe einer Backup-Software lassen sich halbautomatische oder vollautomatische Sicherungen durchführen. Die halbautomatische Sicherung wird vom Anwender konfiguriert und angestoßen. Anschließend sichert sie alle zuvor festgelegten Daten selbständig. Bei der vollautomatischen Sicherung werden nach der einmaligen Einrichtung die zu sichernden Daten in regelmäßigen Abständen nach einem festen Zeitplan, ohne dass ein Anwender eingreifen muss, gesichert.

Typische Speichermedien für Datensicherungen

Typische Speichermedien für Datensicherungen sind:

  • Festplatten (HDD und SSD)
  • Magnetbänder
  • Speicher-Arrays
  • optische Speichermedien wie CD, DVD oder DVD-RAM
  • Speicherkarten und Speichersticks
  • Cloud-Speicher und Netzwerkspeicher

Die 3-2-1-Regel für Datensicherungen

Für Datensicherungen kommt häufig die sogenannte 3-2-1-Regel zum Einsatz. Sie besagt, dass mindestens drei Kopien der zu sichernden Daten anzulegen sind. Diese drei Kopien sind auf mindestens zwei verschiedenen Speichermedien abzulegen. Eine Datensicherung muss zudem an einem anderen Ort aufbewahrt werden.

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