Zentrale Sicherheitsfunktionen im neuen Microsoft-Betriebssystem – Teil 2

Windows 7-Sicherheit dank AppLocker und überarbeiteter UAC optimiert

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Weniger Warnungen durch die Benutzerkontensteuerung UAC

Im kommenden Windows 7 setzt Microsoft weiterhin auf „User Account Control“ (UAC). Diese auf Deutsch auch „Benutzerkontensteuerung“ genannte Funktion ist seit Windows Vista ein Teil der Sicherheitsinfrastruktur von Microsoft-Betriebssystemen.

Wenn sich ein User einloggt, wird eine neue Sitzung erstellt und für diese ein Zugangstoken mit den Basisrechten zugeteilt. Von dieser Sitzung aus können dann keine Veränderungen an den Basisrechten vorgenommen werden, die das gesamte System betreffen.

Loggt sich hingegen ein Administrator ein, so werden zwei verschiedene Tokens erstellt. Der eine Token erhält alle Rechte, wie sie typischerweise dem Administrator zugeteilt werden. Der andere Token erhält hingegen nur die Rechte, die auch ein Standard-User erhalten würde.

Benötigt ein Vorgang – wie die Installation einer Software oder von Patches – erweiterte Rechte, so werden diese über den UAC-Mechanismus angefordert. Über einen Bestätigungsdialog muss der Administrator eine Weiterleitung zum uneingeschränkten Token anfordern.

Zu viel Dialog

Hier kam Kritik auf, da unter Vista zu viele Bestätigungen bestätigt werden mussten und eine Tendenz zu erkennen war, dass entsprechende Dialoge nur mehr abgenickt, nicht aber gelesen wurden. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass der Dialog einfach abgeschaltet wird, wovon oft Gebrauch gemacht wurde. Um offensichtlich genau dieser Problematik zu entkommen, wurden nun die Bestätigungsdialoge unter Windows 7 minimiert. Knapp ein Drittel der Meldungen soll eingespart werden, was sich im Release Candidate von Windows in etwa bewahrheitet.

Erfolg fest eingeplant

Windows 7 muss ein Erfolg werden. Die Redmonder haben gemeinsam mit den Marktauguren die Marktpotenziele ausgelotet und rechnen damit, dass bis Ende 2010 weltweit etwa 177 Millionen Windows-7-Lizenzen verkauft werden. Die Zahlen sind von vielen Einflussfaktoren abhängig und schwer überprüfbar; Microsoft und IDC rechnen jedoch damit, dass weltweit 300.000 neue Arbeitsplätze durch Windows 7 entstehen.

Erste Verkaufszahlen sprechen für den angepeilten Erfolg: Eine Vorverkaufsaktion Mitte Juli war binnen Stunden ausverkauft. Wer nicht von Vorverkaufsangebot profitieren konnte, erhält in Deutschland bereits heute PCs mit einem Bezugsrecht für Windows 7. Wenn dann zur Markteinführung im Oktober umgestellt wird, fallen dann nur noch Bearbeitungsgebühren an, die je nach Hardware-Hersteller unterschiedlich sein können.

Mehr Informationen dazu gibt es auf einer Upgrade-Webseite für Microsoft Windows 7. Kleinere Hardware-Hersteller arbeiten mit Windows-7-Gutscheinen. Weitere Informationen zum AppLocker auf der Microsoft-TechNet-Homepage.

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