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Wartungsaufwand für Zwei-Faktor-Authentifizierung
Im Laufe der Zeit kristallisierte sich heraus, dass der Einsatz der Token-basierten Zwei-Faktor-Authentifizierung zum einen zu teuer war und zum anderen einen zu intensiven Verwaltungsaufwand nach sich zog. Die hohen Kosten lagen insbesondere daran, dass die Key Fobs nach spätestens drei Jahren Lebenszeit ausgetauscht werden mussten.
Neben diesen bekannten fixen Kosten kamen zusätzliche Ausgaben hinzu, sobald Fobs verloren oder kaputt gingen. Generell befand Tata Steel sich quasi im ständigen Austauschprozess. Mehr noch als die Token-Kosten belastete der aufwändige Einrichtungs- und Wartungsprozess die IT-Abteilung, das Handling war mühselig.
Smartphone + Passcode = Zugang
Aus diesen Gründen begannen die Verantwortlichen bei Tata Steel zusammen mit ihrem IT-Security-Partner SecureLink, den Markt nach einer neuen Authentifizierungslösung zu sondieren. Zunächst standen Software-Token sowie neue Hardware-Token zur Debatte.
Diesen Gedanken verwarfen die Entscheider jedoch, als sie auf die Token-unabhängige Lösung SecurAccess von SecurEnvoy stießen. Diese nutzt das vorhandene Mobilgerät des Nutzers, beispielsweise sein Handy, Smartphone, Laptop oder Tablet. Per SMS, E-Mail oder Soft-Token-App erhält der Anwender einen sechsstelligen Ziffern-Passcode, der je nach Einstellung einmal, mehrfach oder über einen bestimmten Zeitraum hinweg gültig ist.
Auf diese Weise sind das Unternehmen und der Nutzer flexibel; zum einen, was die gewünschte Empfangsvariante anbelangt, zum anderen in Bezug auf die Verbindungsqualität von Mobilfunknetz oder Internet. Denn schlechte Konnektivität lässt sich beispielsweise durch vorgeladene („preloaded“) Codes ausgleichen.
SMS oder E-Mail übermitteln den Zugangscode
Nach dem Ausrollen der Lösung entschlossen sich die Entscheider bei Tata Steel für eine flexible Vorgehensweise, sodass die User sich in Abhängigkeit von Aufenthaltsort und verwendetem Endgerät authentifizieren können. Dies geschieht bei der Standardmethode mittels eines OTP, das in Echtzeit per SMS empfangen wird.
Für diejenigen Mitarbeiter, an deren Aufenthaltsort schlechte Empfangsbedingungen herrschen (z.B. Indien oder China), werden Codes eingerichtet, die jeweils mehrere Tage lang gültig sind. Wer kein Mobiltelefon besitzt, erhält wöchentlich verwendbare Codes per E-Mail.
Die extern Arbeitenden können nun auf das Firmennetzwerk inklusive interner Services wie z.B. Bestellsysteme und Lagerbestände zugreifen; unabhängig davon, in welcher Region sie gerade arbeiten. Während des Wechsels auf die Token-lose Umgebung waren beide Systeme über einen längeren Zeitraum gleichzeitig im Einsatz, damit sich die vorherige Investition in die Key Fobs amortisieren konnte.
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