Bisher kaum Entlastung 57 Prozent der Security-Experten leiden unter Burnout

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Obwohl viele Unternehmen die Budgets für die Cybersicherheitsabteilungen aufgestockt haben und es mehr Unterstützung für die Mitarbeitenden gibt, leiden weiterhin viele unter Burnout. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von SoSafe.

Der Hauptgrund für Burnout bei Cybersicherheitsexperten sind Überstunden.(Bild:  Mikolette Moller/peopleimages.com - stock.adobe.com)
Der Hauptgrund für Burnout bei Cybersicherheitsexperten sind Überstunden.
(Bild: Mikolette Moller/peopleimages.com - stock.adobe.com)

Die zunehmende Security-Bedrohungslage geht mit einem hohen Belastungsniveau für Sicherheitsverantwortliche einher: Im DACH-Raum gaben im Report „SoSafe Human Risk Review“ 57 Prozent der befragten Cybersicherheitsprofis an, unter Burnout zu leiden. Kriminelle scheinen diese Überlastung gezielt auszunutzen. Denn die am häufigsten angegriffenen Abteilungen in den Unternehmen der Befragten sind laut SoSafe mit 85 Prozent IT- oder Security-Bereiche. Mit einigem Abstand folgen Finanzen (31 Prozent) und Marketing (19 Prozent). Der Report des Security-Awareness-Spezialisten basiert auf einer Umfrage von mehr als 1.250 Sicherheitsverantwortlichen in Westeuropa sowie auf 3,2 Millionen Datenpunkten der SoSafe-Plattform.

Weshalb leiden Security-Profis unter Burnout?

Dem Report zufolge tragen verschiedene Faktoren zum Burnout in Sicherheitsteams im DACH-Raum bei. 32 Prozent nennen Überstunden als Grund der Belastung. 30 Prozent geben an, in einem Arbeitsumfeld mit starkem Leistungsdruck zu arbeiten, weitere 29 Prozent führen die Belastung auf unzureichende Schulungs- oder Weiterbildungsmöglichkeiten zurück. Darüber hinaus weisen 28 Prozent der Beschäftigten auf eine übermäßige Arbeitsbelastung hin und ebenfalls 28 Prozent leiden unter einer unausgewogenen Balance zwischen Arbeit und Privatleben.

Zu wenig Personal sei ein weiterer erheblicher Stressfaktor. Der ISC2-Workforce-Studie 2023 zufolge, steht der Cybersicherheitssektor vor einem noch nie dagewesenen Engpass mit rund 274.000 unbesetzten Stellen allein in der EU, weltweit sind rund 3,9 Millionen Stellen im Bereich Cybersicherheit unbesetzt.

Andrew Rose, Chief Security Officer bei SoSafe, war vor einigen Jahren selbst von Burnout betroffen und erinnert sich an eine belastende Zeit: „Burnout schlich sich langsam an mich heran, angeheizt durch den ständigen Druck, mehr zu leisten, Kosten zu senken und niemals zu versagen. Ich dachte erst, dieser Stress gehöre zum Job als Führungskraft einfach dazu, bis ich anfing, kognitive, emotionale und körperliche Symptome aufgrund der Überlastung zu verspüren. Als ich mich schließlich zu Wort meldete, war die Reaktion meines Vorgesetzten enttäuschend. Ohne Unterstützung traf ich dann die schwierige Entscheidung zu kündigen. Nicht jeder hat diese Möglichkeit, und deshalb ist es wichtig, die Anzeichen frühzeitig zu erkennen, sie anzusprechen und Unterstützung zu suchen. Als Führungskraft, Teamkollege und Partner ist es wichtig, dass wir ein Umfeld schaffen, in dem Stress proaktiv angegangen und nicht ignoriert wird.“

Burnout bleibt Thema

Burnout fordert nicht nur einen hohen Tribut von der geistigen und körperlichen Gesundheit des Einzelnen, sondern stellt auch ein Risiko für Unternehmen dar. Erhöhter Stress und Burnout führen häufig zu Fehlern und übersehenen Sicherheitswarnungen. 83 Prozent der IT-Sicherheitsexperten gaben an, dass Burnout in ihrer Abteilung Fehler verursacht hat, die zu Sicherheitsverletzungen führten.

Die aktuellen Burnout-Daten verdeutlichen SoSafe zufolge, dass zwar Fortschritte erzielt wurden – insbesondere hinsichtlich der seit Jahren von CISOs geforderten Unterstützung durch die Führungsebene sowie der Budgetaufstockung. Dennoch stehe die umfassende Bewältigung des enormen Drucks und der vielfältigen Herausforderungen, denen sich Sicherheitsexperten gegenübersehen, weiterhin aus.

Dr. Niklas Hellemann, Psychologe und CEO von SoSafe ist der Meinung, dass angesichts der Herausforderungen, mit denen Sicherheitsteams konfrontiert seien, es von entscheidender Bedeutung sei, Lösungen einzusetzen, die nicht nur ihre Aufgaben effizient automatisieren, sondern auch eine nachhaltige Risikominderung gewährleisten würden. Um dies zu erreichen und Mitarbeitende langfristig zu entlasten, sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter aktiv einbeziehen. Der Schwerpunkt solle auf der Änderung von Verhaltensweisen und nicht nur auf der Vermittlung von Wissen liegen.

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