Was Smartphones über uns verraten

Android OS von Google aus der Sicht eines IT-Forensikers

01.06.2011 | Autor / Redakteur: Marko Rogge / Stephan Augsten

Auskunftsfreudig: Mit den richtigen Tools und Kniffen lassen sich dem Android OS zahlreiche Informationen entlocken.
Auskunftsfreudig: Mit den richtigen Tools und Kniffen lassen sich dem Android OS zahlreiche Informationen entlocken.

Smartphones nehmen einen immer größeren Stellenwert in der geschäftlichen Kommunikation ein. Vor allem das mobile Betriebssystem Android von Google befindet sich auf dem Vormarsch. Damit wird das Open-Source-Betriebssystem, das von den Hardware-Herstellern noch nach Belieben angepasst werden kann, auch für IT-Forensiker interessant.

Der Fachbereich der digitalen Forensik beschäftigt sich nicht nur allein mit der Beweismittelsicherung von Daten. Auch die analytische Auswertung von Datenträgern und das Wiederbeschaffen von Informationen und Daten gehören dazu.

Digitale Spuren in Smartphones haben dabei mittlerweile eine große Bedeutung. Nicht nur, dass sich auf dem Gerät gespeicherte Daten aus dem Unternehmen transportieren lassen; in Fällen von Betrug, Korruption oder Unterschlagung könnten Informationen mit einem Smartphone ausgetauscht worden sein.

Aber auch in anderen Fällen kriminalistischer Handlungen kommt die Forensik den Ermittlern immer öfter zu Hilfe. Smartphones bieten dem Forensiker dahingehend sehr viele Möglichkeiten, da sie eher als Computer denn als reine Mobiltelefone gesehen werden können. Ein großer Funktionsumfang und große Speichermedien begünstigen diesen Umstand.

In bestimmten Bereichen dürfte es auch von großem Interesse sein, dass das so genannte Tracking via GPS oder auch WLAN auf den Smartphones aufgezeichnet und ausgelesen werden kann. Entsprechende Nachrichten, insbesondere von iPhone oder Android-Smartphones, sind in der einschlägigen Presse vermeldet worden.

IT-Forensik unter Android

Darauf wollen wir hier aber nicht weiter eingehen. Interessant für uns war die Wiederherstellung von Daten, insbesondere dieser Daten, die durchaus als sensibel einzustufen sind. Dazu gehören unter anderem die Kontaktdaten, Nachrichten, besuchte Internetseiten oder Anruflisten.

Will man entsprechende Daten beschaffen oder ein Smartphone auswerten, dann kann die Herangehensweise unterschiedlich sein. Bei gerichtsverwertbaren Informationen gilt es, das entsprechende Smartphone genau wie jeden anderen Datenträger forensisch auszuwerten. Der Zeitstempel von Datenträgern darf dabei beispielsweise nicht verändert werden. Sollte dies nicht der Fall sein, kann die Vorgehensweise deutlich vereinfacht werden.

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