Von Q3 2023 auf Q3 2024 78 Prozent mehr Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Erschreckende Ergebnisse zeigen sich in einem neuen Quartalsbericht von Check Point. Cyberangriffe nehmen weltweit deutlich zu – auch in Deutschland.

Pro Woche wird eine deutsche Organisation im Schnitt 1.220 Mal von einer Cyberattacke getroffen.(Bild:  Westlight - stock.adobe.com)
Pro Woche wird eine deutsche Organisation im Schnitt 1.220 Mal von einer Cyberattacke getroffen.
(Bild: Westlight - stock.adobe.com)

Das Analysten-Team von Check Point hat ermittelt, dass es im vergangenen Jahr einen massiven Anstieg von Cyberattacken auf deutsche Unternehmen gab. Hierzulande nahmen die Angriffe im dritten Quartal 2024 im Vergleich zum gleichen Quartal 2023 um 78 Prozent zu. In Österreich waren es 127 Prozent und in der Schweiz sogar 144 Prozent.

Land/Region Ø Angriffe pro Woche pro Organisation Veränderung zum Vorjahresquartal
Deutschland 1.220 78 %
Österreich 1.740 127 %
Schweiz 1.415 144 %
Europa 1.557 86 %
Nordamerika 1.298 55 %
Lateinamerika 2.844 72 %
Afrika 3.370 90 %
Asien-Ozeanien 2.863 55 %

Ransomware-Attacken in Europa machten insgesamt 24 Prozent aller von Check Point weltweit registrierten Ransomware-Attacken aus. Spitzenreiter mit den meisten Attacken ist weiterhin Nordamerika, wo 57 Prozent von 1.230 veröffentlichten Ransomware-Attacken stattfanden.

Weltweiter Durchschnitt wöchentlicher Cyberattacken(Bild:  Check Point Software Technologies Ltd.)
Weltweiter Durchschnitt wöchentlicher Cyberattacken
(Bild: Check Point Software Technologies Ltd.)

Im dritten Quartal 2024 lag die weltweit durchschnittliche Anzahl der Cyberangriffe pro Unternehmen und Woche bei 1.876, ein neuer Rekord. Dies entspricht laut Check Point einem Anstieg um 75 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023 und um 15 Prozent gegenüber dem vorhergehenden Quartal (Q2 2024).

Welche Branchen sind am meisten von Ransomware betroffen?

Zunahme der Cyberangriffe nach Branchen(Bild:  Check Point Software Technologies Ltd.)
Zunahme der Cyberangriffe nach Branchen
(Bild: Check Point Software Technologies Ltd.)

Im Jahresvergleich nach absoluten Zahlen aller Cyberattacken war die am häufigsten angegriffene Branche weltweit erneut der Bildungs- und Forschungssektor. Dieser verzeichnete im dritten Quartal 2024 einen Anstieg um 119 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2023, mit durchschnittlich 3.828 Angriffen pro Organisation und pro Woche. Danach mit 2.553 Angriffen pro Woche folgten der Bereich Regierung und Militär (+75 Prozent) sowie das Gesundheitswesen mit 2.434 wöchentlichen Angriffen pro Organisation (+81 Prozent). Außerdem verzeichnete die Branche der Hardware-Verkäufer erneut mit einem Anstieg von 191 Prozent den größten Zuwachs an Angriffen.

Best Practices zum Schutz vor Cyberattacken

Basierend auf Best Practices, die Check Point entwickelt hat, hat der Hersteller folgende Sicherheitsstrategien abgeleitet:

  • Erweiterte Erkennung von Bedrohungen: Check Point empfiehlt Technologien wie Sandboxing und Anti-Ransomware-Tools, um trickreiche Angriffe zu erkennen und zu blockieren.
  • Implementierung einer Zero-Trust-Architektur: Unternehmen sollten eine strenge Identitätsüberprüfung für jede Person und jedes Gerät, das auf Netzwerk-Ressourcen zugreifen will, erzwingen.
  • Regelmäßige Datensicherungen und Planung der Reaktion auf Zwischenfälle: Das regelmäßige Sichern kritischer Daten und das Erstellen umfassender Pläne für die Reaktion auf Zwischenfälle, um Angriffe zu bewältigen und ihre Auswirkungen umgehend zu minimieren, gehören laut Check Point ebenfalls zu einer Sicherheitsstrategie.
  • Sicherheitsvorkehrungen verstärken: Um Schwachstellen zu beseitigen, sollten Unternehmen ihre Systeme regelmäßig aktualisieren. Zudem sei es wichtig, mehrere Sicherheitsebenen zu haben, einschließlich Firewalls und Endpunktschutz.
  • Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter: Des Weiteren empfiehlt Check Point regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter. Diese sollen über Risiken und Phishing-Techniken informieren und so eine Kultur der Wachsamkeit fördern.
  • Netzwerksegmentierung: Admins sollten kritische Systeme isolieren, um die Ausbreitung von Angriffen einzudämmen und sensible Daten zu schützen.
  • Schwachstellen-Management: Zu guter Letzt sollten Unternehmen regelmäßig Schwachstellenbewertungen und Penetrationstests durchführen und Prioritäten bei der Behebung potenzieller Auswirkungen setzen.

Die Daten des Berichts stammen aus der ThreatCloud AI, der Big Data Intelligence Engine von Check Point. Dort laufen Big Data Telemetrie und Indicators of Compromise (IoC) jeden Tag zusammen. Das Netzwerk wird gespeist von 150.000 verbundenen Netzwerken und Millionen von Endgeräten. Check Points Sicherheitsforscher fügen außerdem Daten aus eigener Forschung hinzu, sowie aus externen Experten-Quellen.

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