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Toolsammlung für Broadcaster Audio- und Video-Forensik vom Frauenhofer-Institut

| Redakteur: Stephan Augsten

Mit der „Audio Forensics Toolbox“ hat das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT einen Audiospur-Detektiv entwickelt. Aktuell wird der Metadaten- und Audioscanner auf der NAB Show, einer internationalen Broadcasting-Messe, vorgestellt.

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Die Audio Forensics Werkzeuge helfen dabei, Aufnahmegeräte eindeutig zu identifizieren.
Die Audio Forensics Werkzeuge helfen dabei, Aufnahmegeräte eindeutig zu identifizieren.
(Bild: Fraunhofer IDMT)

Die „Audio Forensics Toolbox“ soll spezifische Aufnahmespuren und Bearbeitungsschritte in Audiodateien erkennen. Damit lässt sich die

technische Qualität analysieren, um beispielsweise Encodierprozesse zu optimieren. Der Werkzeugkasten erlaubt es auch, Rückschlüsse auf die Echtheit von Beiträgen zu ziehen.

Während der Aufnahme und Produktion von Audiodaten werden nämlich eindeutige Spuren, sogenannte Metadaten, hinterlassen. Die Audio Forensics Toolbox identifiziert unter anderem Informationen zu Geräten und Mikrofonen, die für die Aufnahme verwendet wurden. Außerdem können Schnitte im Audiomaterial gefunden und Aussagen dazu gemacht werden, ob und wo Segmente aus einer Audioproduktion in anderen Beiträgen wiederverwendet wurden.

Ein Update hat auch die „AV-Analyzing Toolbox“ erfahren. Diese Sammlung beinhaltet ein Videosegment-Matching-Tool, das identische Videoschnipsel in verschiedenen Videos findet und markiert. Ein Tool zur Musikanteilsmessung identifiziert die Anteile von Musik in einem ausgestrahlten TV-Programm.

Auf diesem Wege lassen sich Vergütungen komfortabler abrechnen und bestimmten Audioinhalte schneller auffinden. Beide Toolsammlungen können letztlich sogar dazu dienen, eine unerlaubte Verwendung und Vervielfältigung von Video- und Audiomaterial zu erkennen.

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