Authentifizierungsbarotmeter der FIDO Alliance Verbraucher haben keine Lust auf Passwörter

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Passwörter sind out, Passkeys in. 38 Prozent der deutschen Verbraucher brachen nach einer Umfrage der FIDO Alliance schon einmal einen Online-Kauf ab, weil sie ihr Passwort vergessen hatten und es keine alternative Login-Methode gab.

Immer weniger Menschen setzen bei der Authentifizierung auf Passwörter. Stattdessen nutzen sie biometrische Verfahren wie Passkeys.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Immer weniger Menschen setzen bei der Authentifizierung auf Passwörter. Stattdessen nutzen sie biometrische Verfahren wie Passkeys.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Immer mehr Nutzer entscheiden sich für eine passwortlose Alternative bei der Authentifizie­rung, sofern eine solche angeboten wird. Das zeigt das Online-Authentifizierungs­barotmeter der FIDO Alliance. In Großbritannien, Frankreich, Deutschland, den USA, Australien, Singapur, Japan, Südkorea, Indien und China wurden 10.000 Verbraucher dafür befragt. 1.000 davon kommen aus Deutschland. Seit der Einführung von Passkeys vor zwei Jahren ist die Anzahl der weltweiten Verbraucher, die mit Passkeys vertraut sind, der FIDO Alliance zufolge stark angestiegen – von 39 Prozent im Jahr 2022 auf 57 Prozent im Jahr 2024. In Deutschland sind 44 Prozent aller Verbraucher mit Passkeys vertraut, mehr als die Hälfte (56 Prozent) von ihnen nutzen Passkeys aktiv.

Umsatzeinbußen wegen vergessener Passwörter

Die Daten der FIDO Alliance zeigen außerdem, dass Unternehmen Kunden durch die Lappen gehen, wenn sie ausschließlich einen Zugriff per Passwort anbieten. Das trifft vor allem bei der jüngeren Generation zu. 38 Prozent der deutschen Verbraucher brachen im letzten Monat einen Kauf ab, weil sie ihr Passwort vergessen hatten, bei den unter 35-Jährigen war es sogar mehr als die Hälfte (59 Prozent). Bei Online-Diensten hat ebenfalls mehr als die Hälfte der deutschen Verbraucher (51 Prozent) den Zugangsversuch im vergangenen Monat abgebrochen, weil sie sich nicht mehr an ihr Passwort erinnern konnten. Bei den unter 35-Jährigen waren das sogar rund 70 Prozent.

Generell stagnieren die Nutzung und von Passwörter und das Vertrauen der Verbraucher darin. Denn mittlerweile gibt es eine Menge passwortlose Alternativen, die sowohl sicherer als auch benutzerfreundlicher sind. Insgesamt sei die Anzahl der täglichen manuellen Passworteinga­ben im Vergleich zu 2023 erneut gesunken. Die biometrische Authentifizierung würde dagegen das zweite Jahr in Folge von den Verbrauchern als das beste Login-Erlebnis wahrgenommen und als sicherste Methode angesehen. Die Befragung ergab außerdem, dass im vergangenen Jahr immer weniger Verbraucher die Komplexität ihrer Passwörter erhöht haben, um ihre Accounts besser abzusichern. Im Gegenzug stieg die Zahl derer, die biometrische Methoden und Authentifizierungs-Apps nutzen.

„Wenn eine Authentifizierung über Passkeys möglich ist, dann nutzen die Verbraucher diese auch. Interessanterweise unterstützen bereits 20 Prozent der 100 weltweit führenden Websites und Dienste Passkeys. Die Aufklärungsbemühungen und eine möglichst einfache Bereitstellung wird branchenweit vorangetrieben“, sagt sagt Andrew Fikiar, CEO der FIDO Alliance.

Jüngere Verbraucher sind achtsamer

Auch die Bedenken der Verbraucher in Bezug auf die Online-Sicherheit wurden als hoch eingestuft. Besonders jüngere Verbraucher sind am aufmerksamsten für neue Bedrohungen. Mehr als ein Drittel der deutschen Verbraucher (37 Prozent) gab an, dass sie in den vergangenen Monaten eine Zunahme verdächtiger Nachrichten bemerkt haben, vor allem per SMS (36 Prozent) und E-Mail (51 Prozent). Damit liegt Deutschland stark unter dem internationalen Durchschnitt. Weltweit gaben mehr als die Hälfte der Verbraucher (53 Prozent) an, vermehrt verdächtige Nachrichten zu erhalten.

Ebenso stellten 37 Prozent der Deutschen fest, dass Bedrohungen und Scams immer raffinierter werden, was wahrscheinlich auf KI-gestützte Angriffe zurückzuführen ist. Eine genauere Betrachtung der demografischen Daten zeigt, dass die ältere Generation mit der Entwicklung schlechter mithalten kann als jüngere Generationen: 50 Prozent der unter 35-Jährigen stellt eine Zunahme an verdächtigen Nachrichten fest, die besonders raffiniert und authentisch wirken, bei den über 55-Jährigen sind es lediglich 25 Prozent.

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