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Gemeinsame Programmiersprache als Basis Automatisierung als Schlüssel für mehr IT-Sicherheit

| Autor / Redakteur: Massimo Ferrari / Peter Schmitz

IT-Sicherheit wird für Unternehmen zunehmend zum Problem, da Cyberangriffe immer häufiger vorkommen. Gerade die IT-Automatisierung kann dazu beitragen, die Abläufe zu vereinheitlichen und damit die Sicherheit zu verbessern.

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Security-Automation ist eine elegante Lösung für die vielfältigen Herausforderungen von IT-Security-Teams, da sie die verschiedenen Sicherheitspraktiken mit Hilfe einer Reihe automatisierter Workflows zusammenführt.
Security-Automation ist eine elegante Lösung für die vielfältigen Herausforderungen von IT-Security-Teams, da sie die verschiedenen Sicherheitspraktiken mit Hilfe einer Reihe automatisierter Workflows zusammenführt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Ein typisches Großunternehmen verfügt über eine umfangreiche und komplexe Reihe von Sicherheitslösungen, die von mehreren Teams in verschiedenen Geschäftsbereichen und an verschiedenen Standorten verwaltet werden. Das Problem dabei ist, dass es den Sicherheitsteams in der Regel an einem gemeinsamen Framework und einer gemeinsamen Programmiersprache fehlt, die sie für den Austausch von Designs, Prozessen und Ideen verwenden könnten.

Dieser Zustand kann durch die Einführung automatisierter Workflows und Prozesse auf der Basis einer universellen Programmiersprache geändert werden. Voraussetzung ist, dass diese Sprache für jeden zugänglich sein muss. Das heißt, sie muss leicht verständlich und leicht zu schreiben sein, sodass Informationen dokumentiert und von Sicherheitsexperten mit unterschiedlichen Fachkenntnissen ausgetauscht werden können.

Ebenso wichtig ist die Nutzung einer Security-Automation-Lösung, die Offenheit bietet – im Unterschied zu einem in sich geschlossenen, proprietären System. Letzteres würde das empfindliche Gleichgewicht komplexer Security-Ökosysteme stören, die in großen Unternehmen bereits vorhanden sind. Schließlich muss ein offenes System auch modular aufgebaut sein, damit es die große und wachsende Anzahl an Cybersicherheits-Tools unterstützen kann.

Teams in der IT und im Netzwerkbetrieb nutzen bereits seit geraumer Zeit automatisierte Systeme, die eine Kultur der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen IT-Akteuren fördern. Da die Sicherheit nun immer stärker in die IT-Abteilung integriert wird, haben auch Security-Operation-Teams, die noch mit unterschiedlichen Protokollen arbeiten, jetzt die Möglichkeit, Automatisierung zu nutzen.

Mit den richtigen Komponenten – wie einer universellen Sprache, einem offenen System und einem modularen Design – ist es möglich, eine Reihe von automatisierten Workflows und Prozessen zu unterstützen, die den Sicherheitsbetrieb vereinheitlichen.

Cybersicherheit kann dabei nicht als eine Gesamtheit betrachtet werden kann, sie setzt sich vielmehr aus verschiedenen Elementen wie Endpunkt-, Netzwerk- und Datensicherheit zusammen. Folglich ist auch die Verwaltung einer großen Anzahl an Mitarbeitern, Prozessen und Anwendungen eine komplexe Aufgabe, wenn keine automatisierten Workloads vorhanden sind.

Security-Automation ist eine elegante Lösung für diese Herausforderungen, da sie die verschiedenen Sicherheitspraktiken mit Hilfe einer Reihe automatisierter Workflows zusammenführt. Dadurch werden Barrieren abgebaut, und die Sicherheitsverantwortlichen können ihren Kollegen Zugang zu Systemen und Anwendungen gewähren. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Sicherheitsexperten über automatisierte Skripte miteinander kommunizieren, die detaillierte Anweisungen zur Bewältigung bestimmter Aufgaben enthalten.

Die Nutzung einer gemeinsamen Sprache als Basis der Security-Automation bietet mehrere Vorteile. Zum einen schafft sie für Sicherheitsverantwortliche eine größere Transparenz über die gesamten Sicherheitsfunktionen. Zum anderen können unterschiedliche Teams besser interagieren, die Zuständigkeiten anderer Mitarbeiter kennenlernen, Beziehungen aufbauen und Verantwortlichkeiten teilen. Und auch der Einsatz einer Security-Automation-Lösung, die auf offenen Standards basiert, ist für Unternehmen von erheblichem Nutzen: Damit können sie im Hinblick auf die Sicherheit strukturierte Arbeitsabläufe entwickeln, die zum Beispiel auch in vorhandene SOAR (Security Orchestration, Automation and Response)-Plattformen und SIEM (Security Information and Event Management)-Anwendungen integrierbar sind.

Ein effizientes und offenes Framework für die Sicherheitsautomatisierung verbindet unterschiedliche Systeme aus dem gesamten Unternehmen durch automatisierte Workflows. Dadurch können Sicherheitsverantwortliche Code entwerfen und erstellen, der ausgeführt werden kann, um neue Prozesse voranzutreiben und menschliche Fehler zu reduzieren. Zudem können die Verantwortlichen für den Betrieb der IT-Sicherheit mit automatisierten Workflows Aktivitäten über verschiedene Produkte und Lösungen hinweg viel schneller durchführen.

Insgesamt kann durch die Automatisierung in der IT-Sicherheit ein Geist der Offenheit und Kollaboration gefördert werden. Ein wirklicher Wandel hängt allerdings auch vom menschlichen Faktor und der Fähigkeit ehemals strikt getrennter Teams ab, sich an einen Tisch zu setzen und zu diskutieren, wie sie zusammenarbeiten können, um gemeinsame Ziele zu erreichen.

Über den Autor: Massimo Ferrari ist Consulting Product Manager bei Red Hat.

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