Konzentriertes Blitzschutzkonzept sichert Datentransfer der Thüringer Netkom

Blitz- und Überspannungsschutz nach dem Single-Entry-Point-Prinzip

09.11.2009 | Autor / Redakteur: Christine Gaßel / Stephan Augsten

Blitzschläge und selbst deren Fernwirkung bedeuten für Daten-Knotenpunkte höchste Gefahr. Quelle: Peter Niesczeri, www.pixelio.de
Blitzschläge und selbst deren Fernwirkung bedeuten für Daten-Knotenpunkte höchste Gefahr. Quelle: Peter Niesczeri, www.pixelio.de

Ein System- und Netzwerk-Ausfall durch Blitzschlag und Spannungsprobleme kann ein Unternehmen teuer zu stehen kommen. Was dabei noch viel schwerer wiegt als eventuell zu ersetzende Geräte sind mögliche Vertragsverletzungen. In dieser Fallstudie erfahren Sie mehr über das Single-Entry-Point-basierte Überspannungsschutzkonzept des Netzdienstleisters Netkom.

Beim Netzdienstleister Thüringer Netkom dreht sich alles um Dateninfrastrukturen. Vom Antennenmast über Festverbindungen bis zum Firmennetzwerk kümmert sich die Tochter der E.ON Thüringer Energie AG um die reibungslose Übertragung von Daten.

Ausfälle darf sich das Unternehmen nicht leisten. „Wir leben vom Vertrauen unserer Kunden in unsere Zuverlässigkeit“, erklärt Gerhard Hahn aus dem Bereich Infrastruktur der Netkom. Um diese Sicherheit zu gewährleisten, wird ein speziell an die zu schützenden Objekte angepasstes Blitz- und Überspannungsschutzkonzept eingesetzt. Kern ist das „Single Entry Point“-Prinzip (SEP) der Leutron GmbH.

Als ein Blitz kürzlich ins Verwaltungs- und Technikgebäude der Netkom einschlug, legte die Spannungsspitze im ganzen Haus Telefone und Computer lahm. „In unseren Betriebsräumen war von dem Einschlag nichts zu spüren“, berichtet Hahn.

Der Vermittlungsknotenpunkt, der in diesen Räumen untergebracht ist, dient zur Verteilung von Datenströmen, unter anderem auch von Handy-Telefonaten. Die Schaltstationen sind gewissermaßen ein Zentrum im Nervensystem des Unternehmens und werden entsprechend aufwändig vor Überspannung geschützt.

Ableiter ohne aggressive Leckströme

„Die Anlagen sind sehr empfindlich“, so Hahn. „Deshalb war ein umfassender und optimaler Überspannungsschutz für uns sehr wichtig. Außerdem darf es nicht zu undefinierten Leckströmen kommen.“

Letzteres ist allerdings ein häufiges Phänomen beim Überspannungsschutz, wie Blitzschutzexperte Helmut Zitzmann weiß. „Überspannungsableiter können je nach Anwendung als Schutzelemente Varistoren enthalten“, erklärt der Verkaufsingenieur der Leutron GmbH. „Diese weisen naturgegeben winzige Leckströme im Mikroampere-Bereich auf, die sich mit der Alterung des Bauteils noch erhöhen.“

Problematisch werden diese einzeln zu vernachlässigenden Ströme in der Masse mehrerer Varistoren, da sich die Leckströme summieren und durch die Erdung fließen. Der ständige Fluss regt die elektrochemische Korrosion an, das Material des Erders zersetzt sich langsam und der Ableitstrom findet seinen Weg zur Erde nicht mehr.

Beim Fehlen einer funktionierenden Erdungsanlage erfüllen die FI-Schutzschalter nicht mehr ihre Aufgabe eines optimalen Personenschutzes. Damit dies verhindert wird, werden bei der Netkom leckstromfreie Ableiter von Leutron eingesetzt. Eine galvanische Trennung unterbricht die Leckströme, der Überspannungsschutz spricht nur im Bedarfsfall an, ansonsten wird die Erdungsanlage nicht belastet.

Seite 2: Zentraler Schutzpunkt reduziert Störungen und Kosten

 

Über die Thüringer Netkom und Leutron

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