Computer-Abstürze Blue Screens, Bomben, Gurus: Eine kurze Geschichte kritischer Fehlermeldungen
Jeder Computer-User fürchtet sie: Kritische Fehler, die nur durch einen Neustart des Rechners zu beheben sind. Bei Windows ist der „Blue Screen of Death“ die ultimative Fehlermeldung. Ähnliches gibt es aber auch bei anderen Systemen.
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Die Macintosh-Bombe
Das Betriebssystem der frühen Macintosh-Rechner war nicht mit dem heutigen Unix-basierten Mac OS X vergleichbar. Vor allem besaß das klassische Mac OS in seinen frühen Versionen nur einen unzureichenden Speicherschutz. Das bedeutete, dass der Absturz einer Applikation das komplette System mit in den Abgrund reißen konnte. Dies passierte durchaus nicht selten, beispielsweise wenn man als Grafiker oder Layouter mit speicherhungrigen Programmen wie Quark XPress aufwendige Seitenlayouts bearbeitete.

Die typische Fehlermeldung war zu dieser Zeit eine kleine Bombe mit glimmender Lunte, die den Benutzer zum Neustart des Computers aufforderte. Die Meldung hatte für die Anwender meist nur einen geringen praktischen Wert, da sie kaum Angaben über die Ursache des kritischen Fehlers lieferte. Das war von den Systemdesignern des klassischen Mac OS durchaus so beabsichtigt, denn die Benutzer sollten nicht mit Informationen konfrontiert werden, die sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verstehen konnten.
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