Sonderabteilung des Staatsschutzes betroffen Hacker aus China erbeuten in Italien Geheimdaten

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Cyberkriminelle aus China haben in Italien die Daten von etwa 5.000 Ermittlern des Staatsschutzes erbeutet. Diese Einheit überwacht auch chinesische Dissidenten. Das Innenministerium äußert sich nicht dazu.

Die Digos ist in Italien unter anderem für die Bekämpfung von Terrorismus und politischer Gewalttaten zuständig. (© Andrea Danti - Fotolia.com)
Die Digos ist in Italien unter anderem für die Bekämpfung von Terrorismus und politischer Gewalttaten zuständig.
(© Andrea Danti - Fotolia.com)

Cyberkriminelle aus China sind nach einem Zeitungsbericht in Italien an die Daten von etwa 5.000 Ermittlern des Staatsschutzes gelangt, der auch für die Überwachung von chinesischen Dissidenten zuständig ist. Nach Informationen der Tageszeitung „La Repubblica“ drangen sie in das verschlüsselte Netz des Innenministeriums ein. Offiziell gab es dazu vom Ministerium zunächst keinen Kommentar.

Vorfall nach Übereinkunft zwischen Italien und China

Der Zeitung zufolge brachten die Hacker eine Liste mit den Namen, Funktionen und Einsatz­orten von Beamten der Digos (Divisione Investigazioni Generali e Operazioni Speciali) in ihren Besitz. Diese Einheit ist eine Sonderabteilung des Staatsschutzes, die sich unter anderem um die Bekämpfung von Terrorismus und politischen Gewalttaten kümmert.

Die Enthüllung kommt für die Rechtsregierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nach ihrer Amtsübernahme hatten Rom und Peking vereinbart, auf Feldern wie Cyber-Kriminalität, Drogenhandel und organisiertem Verbrechen enger zusammenzuarbeiten.

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