Eingriffe und Kabelschäden: Globale Störungen nehmen zu Cloudflare-Report zeigt: das Internet bleibt anfällig

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Von Sudan bis Venezuela, von Starlink bis zur „Great Firewall“ – im dritten Quartal 2025 verzeichnete Cloudflare zahlreiche Internetunterbrechungen. Ursachen reichen von staatlich verordneten Shutdowns über Softwarefehler bis zu Unterseekabelbrüchen.

Cloudflare meldet weltweit zahlreiche Internetunterbrechungen im Q3 2025 – ausgelöst durch Regierungsmaßnahmen, Kabelbrüche, Stromausfälle und technische Fehler.(Bild:  Cloudfare)
Cloudflare meldet weltweit zahlreiche Internetunterbrechungen im Q3 2025 – ausgelöst durch Regierungsmaßnahmen, Kabelbrüche, Stromausfälle und technische Fehler.
(Bild: Cloudfare)

Cloudflare dokumentiert in seinem Internet Disruptions Report Q3 2025 eine anhaltend hohe Zahl weltweiter Netzstörungen. Auffällig ist die Zunahme staatlich veranlasster Abschaltungen: In Sudan, Syrien, Irak und Afghanistan wurden Internetzugänge im Zusammenhang mit Prüfungen blockiert. Venezuela kappte durch regulatorische Eingriffe den Zugang zum Provider SuperCable – ein Ausfall, der bis Quartalsende anhielt.

Neben politischen Eingriffen sorgten auch physische Schäden für Ausfälle. Im Roten Meer wurden zwei Unterseekabel (SMW4 und IMEWE) beschädigt, was in Pakistan und der Golfregion zu bis zu 30 Prozent weniger Bandbreite führte. In Texas kam es laut Cloudflare sogar durch den Beschuss einer Glasfaserleitung zu einer Störung.

Hinzu kamen technische Fehler und Energieausfälle: Starlink kämpfte im Juli und September mit globalen Softwareproblemen, während in China eine Fehlkonfiguration der „Great Firewall“ massive Latenzprobleme verursachte. Mehrere Länder – darunter Kuba, Tschechien und Tansania – litten unter Stromausfällen, die bis zu 80 Prozent des Datenverkehrs lahmlegten.

Auch Naturkatastrophen und Cyberangriffe trugen zum Bild bei: Ein Erdbeben auf Kamtschatka und ein Brand in Kairo legten Netze regional still, während ein gezielter Angriff auf YemenNet eine Stunde kompletten Ausfall verursachte.

Mit den neuen Traffic-Insights in Cloudflare Radar lassen sich Auswirkungen solcher Vorfälle inzwischen granular auf DNS-, Netzwerk- und Bandbreitenebene nachvollziehen.

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