Weltweite Studie mit Telemetriedaten aus fünf Millionen PCs Die meisten PCs habe diese drei Sicherheitsmängel

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Wochenlange Wartezeiten, bis sicherheitskritische Patches installiert werden, lückenhafte Security-Tools und eine IT-Infrastruktur, die nicht fit für den Einsatz von KI ist: Das sind die drei wichtigsten Erkenntnisse aus dem „Cyber Resilience Risk Index 2024“ von Absolute Security. Das Unternehmen hat dazu weltweit die Telemetriedaten von 5.070.044 PCs von Unternehmen und Behörden analysiert, auf denen die Software der kanadischen Cyber-Resilience-Spezialisten lizenziert wird.

Die meisten PCs in Unternehmen sind um Wochen oder gar um Monate im Rückstand, wenn es um das Einhalten ihrer eigenen Patching-Richtlinien geht.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die meisten PCs in Unternehmen sind um Wochen oder gar um Monate im Rückstand, wenn es um das Einhalten ihrer eigenen Patching-Richtlinien geht.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Für die jährlich erscheinende Forschungsstudie „Cyber Resilience Risk Index 2024“ von Absolute Security wurden die Computer von Unternehmen und Behörden in unterschiedlichen Branchen mit mehr als 500 aktiven Rechnern, auf denen Windows 10 oder 11 läuft, berücksichtigt.

Lücken in essenziellen Security-Tools

Im Rahmen der Untersuchung kamen eklatante Lücken in den Security-Tools zum Vorschein: Auf fast 14 Prozent der untersuchten Geräte fehlen Endpoint-Protection-Plattformen (EPP) komplett. Doch auch auf den Rechnern, die eine Sicherheitslösung installiert hatten, funktionierte in durchschnittlich 24 Prozent der untersuchten Zeit die EPP und die Software für Zero-Trust-Network-Access (ZTNA) nicht entsprechend branchenüblicher Compliance-Standards, wie sie beispielsweise Regularien wie die europäische NIS-2-Richtlinie vorsehen.

Verspätete Patches

Dass Software regelmäßig aktualisiert werden muss, um Bedrohungen abzuwehren und Sicherheitslecks zu schließen, ist IT-Verantwortlichen in Unternehmen und Behörden klar. Dennoch waren die meisten der untersuchten Rechner um Wochen oder gar um Monate im Rückstand, wenn es um das Einhalten ihrer eigenen Patching-Richtlinien geht – wenngleich das Patching teilweise deutlich schneller voranschritt als im Untersuchungszeitraum 2023. Zum Beispiel warten die im Finanzsektor untersuchten PCs aktuell 58 Tage auf einen nötigen Patch (2023: 118 Tage). Am langsamsten bleibt der Bildungssektor: Die hier untersuchten Endgeräte müssen im Schnitt 119 Tage ohne die nötige Aktualisierung auskommen (2023: 188 Tage).

RAM-Kapazität reicht noch nicht für KI

Eine weitere Erkenntnis der Absolute-Studie ist, dass die meisten Endgeräte nicht fit für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sind: 92 Prozent der untersuchten Rechner haben demnach eine unzureichende RAM-Kapazität. Das heißt, dass Unternehmen und Behörden, die zukunftsfähig die Vorteile von KI nutzen wollen, ihre gesamte IT-Infrastruktur erneuern müssen. Marktforschungsinstitute wie IDC prognostizieren auch deshalb einen Anstieg von 50 Millionen auf 167 Millionen neue PCs bis 2027.

Schützen und wieder herstellen können

Unternehmen und Behörden seien gefordert, ihre IT-Infrastruktur im Einklang mit internen und externen Sicherheitslinien besser zu schützen, und zwar mit Blick darauf, dass Software-Installationen komplexer und Cyberbedrohungen mit KI gefährlicher werden, meint Christy Wyatt, CEO von Absolute Security. Die Top-Managerin fasst zusammen: „Es geht darum, sicherzustellen, dass die digitalen Abläufe, die das Herzstück eines Unternehmens ausmachen, Cyberangriffen, technischen Störungen, absichtlichen Manipulationen und neuen Implementierungen standhalten und sich im Falle eines erfolgten Angriffs schnell erholen können.“

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