Acht Tatverdächtige Cyberangriff auf Bundesagentur für Arbeit

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Benutzerkonten der Bundesagentur für Arbeit werden Ziel eines Cyber­angriffs. Der Plan der Kriminellen, dadurch Geld abzuzweigen, geht jedoch nicht auf.

Am Mittwoch, den 8. Oktober 2025, führten Ermittler Durchsuchungen in Objekten der Tatverdächtigen in ganz Deutschland durch, um Beweismitteln und Datenträgern zu sichten. Dabei wurden auch Waffen, Bargeld und Betäubungsmittel gefunden.(Foto:  BA)
Am Mittwoch, den 8. Oktober 2025, führten Ermittler Durchsuchungen in Objekten der Tatverdächtigen in ganz Deutschland durch, um Beweismitteln und Datenträgern zu sichten. Dabei wurden auch Waffen, Bargeld und Betäubungsmittel gefunden.
(Foto: BA)

Bei einem Cyberangriff auf die Bundesagentur für Arbeit (BA) sollen acht Männer versucht haben, Leistungen auf eigene Konten umzuleiten. Die bayerischen Experten zur Bekämpfung von Cyberkriminalität ermittelten Tatverdächtige und Zeugen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, wie die Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg mitteilte.

Von Ende Januar bis Mitte März wollten sich die Tatverdächtigen demnach widerrechtlich in 20.000 BA-Benutzerkonten einloggen. In rund 1.000 Fällen sei es ihnen gelungen, in 150 Fällen hätten sie die Kontoverbindung so geändert, dass Leistungen umgeleitet worden wären. Da die Bundesagentur frühzeitig eingegriffen habe, sei der Schaden gering geblieben – und habe bei knapp 1.000 Euro gelegen, hieß es weiter.

Unberechtigte Logins entdeckt

Eine Mitarbeiterin eines Jobcenters in Nordrhein-Westfalen brachte die Ermittlungen ins Rollen, als ihr Unstimmigkeiten auf dem Konto einer verstorbenen Kundin aufgefallen waren. Danach entdeckten die BA-Verantwortlichen eine Vielzahl unberechtigter Logins und erstatteten Strafanzeige.

Am vergangenen Mittwoch durchsuchten die Ermittler zehn Objekte in Ludwigshafen (Rhein­land-Pfalz), Mannheim (Baden-Württemberg), Berlin, Halle (Sachsen-Anhalt) und in den Krei­sen Segeberg (Schleswig-Holstein) und Rhein-Pfalz (Rheinland-Pfalz). Neben Beweis­mitteln und Datenträgern habe man dabei auch Waffen, Bargeld und Betäubungsmittel gefunden, teilte ein Sprecher der Zentralstelle Cybercrime weiter mit. Bereits bei der ersten Sichtung der Beweismittel habe man eindeutige Hinweise entdeckt, dass die Männer mit dem Cyberangriff auf die BA in Verbindung stehen.

Die Verdächtigen sind zwischen 36 und 61 Jahre alt. Zwei Verdächtige in Rheinland-Pfalz sitzen in Untersuchungshaft - allerdings nicht wegen des Cyberangriffs, sondern wegen des Verdachts auf Handel mit Betäubungsmitteln.

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