Belgisches Netzwerk für Meteorbeobachtung Cyberangriff legt International Meteor Organization lahm

Von Marvin Djondo-Pacham 1 min Lesedauer

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Die International Meteor Organization ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Die belgische Non-Profit-Organisation meldet einen weit­rei­chen­den Ausfall ihrer Website und rechnet mit mehreren Wochen eingeschränkter Verfügbarkeit.

Nach einem Cyberangriff sind große Teile der Website der International Meteor Organization nicht verfügbar. (Bild:  KI-generiert)
Nach einem Cyberangriff sind große Teile der Website der International Meteor Organization nicht verfügbar.
(Bild: KI-generiert)

Die IMO koordiniert weltweit Beobachtungen von Meteoren und bringt Amateur- sowie Berufsastronomen zusammen. Besonders wichtig ist dabei die Dokumentation sogenannter Feuerkugeln, also besonders heller Meteore.

Wann der Angriff stattfand, wie sich die Angreifer Zugang verschafften und welche Systeme konkret betroffen sind, hat die IMO bislang nicht veröffentlicht. Auch ob Daten kopiert, verschlüsselt oder anderweitig beeinträchtigt wurden, ist unklar.

Nach dem Angriff priorisierte die Organisation die Wiederherstellung dieses Meldewegs. Beobachter können Feuerkugeln und helle Lichterscheinungen am Himmel nach Angaben der IMO wieder melden. Weitere Bereiche der Website bleiben jedoch vorerst nicht verfügbar.

Die IMO baut nach einem Cyberangriff ihre Infrastruktur neu auf.(Bild:  IMO.net)
Die IMO baut nach einem Cyberangriff ihre Infrastruktur neu auf.
(Bild: IMO.net)

Angriff trifft veraltete Infrastruktur

Auf ihrer Statusseite erklärte die IMO, der Cyberangriff habe ihre veraltete Infrastruktur schwer getroffen und große Teile der Online-Angebote außer Betrieb gesetzt. Die Organisation stellt die betroffenen Dienste nun auf neue Infrastruktur um.

Wie lange die vollständige Wiederherstellung dauern wird, ist offen. Die IMO geht derzeit von mehreren Wochen mit teilweisen Ausfällen aus. Der Umfang der nötigen Arbeiten deutet darauf hin, dass nicht nur ein einzelner Webserver wiederhergestellt werden muss.

Die Organisation verarbeitet unter anderem Meldungen und Daten von Meteorbeobachtern sowie Informationen ihrer Mitglieder und Mitwirkenden. Ob diese Daten vom Vorfall betroffen sind, wurde bisher nicht mitgeteilt. Auch Informationen zu möglichen Tätern oder einer Erpressungsforderung liegen nicht vor.

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