Remote Code Execution Datenschützer rät nach Wunderland-Hackerangriff zu Vorsicht

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Das Miniatur-Wunderland ist Ziel einer Cyberattacke geworden. Auch für den Datenschutzbeauftragten wird das zum Thema. Wie Betrüger ge­stohlene Daten nutzen können und was Karteninhaber tun sollten.

Im Miniatur Wunderland Hamburg, wo zuletzt Rio de Janeiro nachgebaut wurde, wurde Opfer eines Cyberangriffs mittels Remote Code Execution.(Bild:  Miniatur Wunderland Hamburg GmbH)
Im Miniatur Wunderland Hamburg, wo zuletzt Rio de Janeiro nachgebaut wurde, wurde Opfer eines Cyberangriffs mittels Remote Code Execution.
(Bild: Miniatur Wunderland Hamburg GmbH)

Nach dem Hackerangriff auf das Miniatur-Wunderland in Hamburg rät das Büro des Ham­bur­ger Datenschutzbeauftragten Betroffenen zu Vorsicht. „Die ausgelesenen Daten können genutzt werden, um auf Kosten der Betroffenen Einkäufe zu tätigen und grundsätzlich finanziellen Scha­den zu verursachen“, teilte das Büro auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Das Büro rät Betroffenen, Kreditkarten sperren zu lassen und Umsätze genau zu prüfen. Zwar erschwere eine Mehrfaktor-Authentifizierung den Missbrauch gestohlener Daten, dennoch sei Vorsicht bei der Freigabe von Transaktion in den Banking-Apps geboten. Nach bisheriger Er­kenntnis liege die Zahl der vom Hackerangriff Betroffenen im fünfstelligen Bereich.

Wie es zu dem Hackerangriff kam, wird laut dem Büro des Datenschutzbeauftragten noch ermittelt. Das Miniatur-Wunderland hat bereits am 5. November fristgerecht eine sogenannte Datenpannenmeldung abgegeben, wie die Behörde mitteilte.

Miniatur-Wunderland: Schadcode ist eingeschleust worden

Das Miniatur-Wunderland hatte am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, Ziel eines Hackerangriffs geworden zu sein. „Es ist Schadcode in ein Modul unseres Online-Ticketbuchungssystems eingeschleust worden“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Das Miniatur-Wunderland sei von einem Kredit­kar­ten­unternehmen über den Vorfall informiert worden, bei dem Kundendaten abgefangen wurden. Sicherheitsmaßnahmen seien eingeleitet worden.

Das Miniatur-Wunderland ist 2001 von den Brüdern Frederik und Gerrit Braun gegründet wor­den. Allein im Jahr 2024 besuchten nahezu 1,6 Millionen Menschen die Modelllandschaft mit vielen bekannten Sehenswürdigkeiten im Kleinformat.

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