Japanischer Telekommunikationsanbieter Cyberangriff auf NTT Communications betrifft 18.000 Kunden

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Knapp 18.000 Kunden von NTT Communications sind von einem Datenleck infolge eines Cyberangriffs betroffen. Obwohl NTT schnell reagierte, konnte der Angreifer ein weiteres Gerät im Netzwerk besetzen.

Weltweit sind Unternehmen und Regierungen auf sichere Telekommunikations­infrastrukturen angewiesen, was diese zu interessanten Zielen für Cyberkriminelle macht.(Bild:  ytemha34 - stock.adobe.com)
Weltweit sind Unternehmen und Regierungen auf sichere Telekommunikations­infrastrukturen angewiesen, was diese zu interessanten Zielen für Cyberkriminelle macht.
(Bild: ytemha34 - stock.adobe.com)

Der japanische Telekommunikationsdienstleister NTT Communications Corporation (NTT) teilte mit, am 5. Februar entdeckt zu haben, dass Informationen über den Firmenkunden­service, die im „Order Information Distribution System“ gespeichert waren, nach außen gelangt sind. Dabei sind Informationen von 17.891 Firmenkunden möglicherweise abhanden gekommen. Dazu gehören Vertragsnummern und -namen, Namen von Kundenvertretern, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Adressen sowie Informationen im Zusammenhang mit der Nutzung des Dienstes. Daten von Privatkunden seien jedoch nicht betroffen. NTT habe direkt Gegenmaßnahmen ergriffen, um die internen Systeme zu schützen und den Zugriff des Bedrohungsakteurs zu blockieren.

Angreifer konnte sich im Netzwerk bewegen

Wie sich jedoch bei einer weiteren Analyse am 15. Februar herausstellte, hatte der Cyber­angreifer bereits auf ein anderes Gerät im Netzwerk von NTT umgeschaltet. Das betroffene Gerät wurde sofort vom Netzwerk getrennt, um ein weiteres Vorankommen des Akteurs zu verhindern.

NTT ist eines der führenden japanischen Telekommunikations­unternehmen, das eigenen Angaben nach in über 70 Ländern vertreten ist und über ein Netzwerk verfügt, das mehr als 190 Länder und Regionen abdeckt. Dass das Unternehmen Opfer eines Cyberangriffs wurde, ist demnach wenig überraschend. Bereits im Januar 2025 war NTT von einem DDoS-Angriff betroffen, der die Dienste des Anbieters für zwölf Stunden unterbrach.

Und auch im Mai 2020 berichtete NTT von einem Datenleck aufgrund von unbefugtem Zugriff. Schon damals waren Informationen von Firmenkunden möglicherweise abgeflossen. Nach der jüngsten Cyberattacke kündigte NTT stärkere Sicherheitsmaßnahmen und die Verbesserung des Überwachungsssystems an.

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