Malvertising Vietnamesische Hacker faken Werbeanzeigen, um Daten zu stehlen

Quelle: Pressemitteilung 1 min Lesedauer

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Das Forschungsteam von Google, Mandiant, hat eine Angriffskampagne entlarvt, bei der Cyberkriminelle ihre Opfer dazu verleiten, auf Werbeanzeigen zu klicken, um sie dann mit Malware zu infizieren. Dahinter soll die Gruppe UNC6032 stecken.

Beim Malvertising nutzen Cyberkriminelle die digitale Infrastruktur von Anbietern für Online-Werbeflächen, um bei Nutzern Malware zu platzieren. Dieser Technik bedient sich derzei auch die Hackergruppe UNC6032.(Bild:  Check Point)
Beim Malvertising nutzen Cyberkriminelle die digitale Infrastruktur von Anbietern für Online-Werbeflächen, um bei Nutzern Malware zu platzieren. Dieser Technik bedient sich derzei auch die Hackergruppe UNC6032.
(Bild: Check Point)

Die vietnamesische Hackergruppe UNC6032 nutzt in ihrer derzeitigen Angriffskampagne den Hype um KI-Tools aus, indem sie Social-Media-Anzeigen schalten, die für vermeintliche Videogeneratoren, wie Luma AI und Canva Dream Lab werben. Mandiant Threat Defense hat die Kampagne untersucht: Klicken Interessierte auf die Anzeigen, werden sie weitergeleitet auf eine bösartige Webseite, die die Funktionsweise des beworbenen KI-Tools imitiert. Doch anstelle der erwarteten Inhalte, luden sich die Besucher der gefälschten Webseite Infostealer und Backdoors herunter. Damit können die Akteure hinter UNC6032 Anmeldeinformationen, Kreditkartendaten und andere sensible Informationen ihrer Opfer stehlen. Mandiant geht davon aus, dass sie diese Infos auf Marktplätzenim Darknet anbieten werden.

Infostealer sind beliebte Taktik von Cyberkriminellen

In seinem Report „M-Trends 2025“ hat Mandiant herausgefunden, dass die Verwendung von Infostealern stark zugenommen hat. Infolgedessen seien gestohlene Anmeldeinformationen mittlerweile der zweithäufigste Erstinfektionsvektor und machte einen Anteil von 16 Prozent aller Untersuchungen der Forscher aus.

Diese Art von Malvertising, wie UNC6032 sie betreibt, um Daten zu stehlen, haben die Forscher von Mandiant auf Facebook und LinkedIn entdeckt und gehen davon aus, dass ähnliche Kampagnen auch auf anderen Social-Media-Plattformen laufen. Mit Meta und LinkedIn hat Mandiant eng zusammengearbeitet, um die Angriffe einzudämmen. Da jedoch täglich neue Anzeigen erstellt würden, sei es notwendig, dass die Anbieter und die Security-Branche langfristig zusammenarbeiten, um den Schutz der Nutzer zu erhöhen. Neben solchen Angriffstechniken beobachtete Mandiant, dass Cyberangreifer auch Sicherheitslücken bei Cloud-Migrationen und ungesicherte Datenspeicher angreifen, um an Anmeldeinformationen und andere sensible Informationen zu gelangen.

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