Verhalten bei Cyberrisiken KMU haben wenig Vertrauen in Cyberabwehr

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

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Die zunehmend vernetzte Welt bringt mehr Cybergefahren mit sich. Opfer sind oft Unternehmen. Die meisten sehen das hohe Cyberrisiko, vertrauen allerdings wenig in ihre Verteidigung. Detaillierte Einschätzungen veröffentlicht HarfangLab in einer Studie.

Deutsche KMU sehen hohes Cyberrisiko, haben aber wenig Vertrauen in ihre Abwehr.(Bild:  Ян Заболотний- stock.adobe.com / KI-generiert)
Deutsche KMU sehen hohes Cyberrisiko, haben aber wenig Vertrauen in ihre Abwehr.
(Bild: Ян Заболотний- stock.adobe.com / KI-generiert)

Cyberbedrohungen für Unternehmen sind vielfältig: Entweder kommt ein Vorfall durch menschliches Fehlverhalten, etwa durch den Klick auf den Phishing-Link, zustande, oder das Unternehmen ist durch externe Faktoren wie den Angriff auf die Lieferkette betroffen.

Die meisten deutschen KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) stufen das aktuelle Bedrohungsniveau als extrem oder sehr ernst ein. 85 Prozent geben an, einen Krisenmanagement-Plan zu haben. Dabei vertraut weniger als ein Fünftel vollständig auf die eigenen Sicherheitsmaßnahmen. Dies sind Ergebnisse einer Umfrage des europäischen Sicherheits-Spezialisten HarfangLab.

Lediglich 26 Prozent der deutschen KMU geben an, über ausgezeichnete Fähigkeiten zur Verhinderung eines Cybervorfalls zu verfügen und 28 Prozent sagen, dass sie ausgezeichnete Fähigkeiten zur Erkennung solcher Vorfälle haben. Mehr als die Hälfte (61 %) der deutschen KMU sehen das größte Risiko in einem Angriff durch einen Mitarbeiter, der auf einen bösartigen Link oder eine Datei klickt. Weitere Bedenken betreffen das Hacking kritischer Infrastrukturen (58 %) und Schwachstellen in der Lieferkette (52 %).

Diese Faktoren begünstigen das Cyberrisiko

Eine zunehmend vernetzte Wirtschaft, eine Flut neuer Endpunkte, der Mangel an Fachkräften, generative KI und geopolitische Konflikte sind laut den befragten europäischen IT-Leitern die fünf Hauptfaktoren, die das aktuelle IT-Sicherheits-Bedrohungsniveau erhöhen. Deutsche IT-Leiter sehen die zunehmend vernetzte Wirtschaft mit 51 Prozent als größtes Risiko.

„Die technologische Entwicklung schreitet schneller voran, als Fachkräfte ausgebildet werden können. Wir stehen vor einem weltweiten Fachkräftemangel. Daher müssen Abwehrtools und -technologien die Arbeit der Experten effizienter machen und keine zusätzlichen Lücken schaffen”, so Anouck Teiller, Chief Strategy Officer bei HarfangLab. „Jede Technologie birgt sowohl Chancen als auch Risiken. In der Cyberabwehr-Branche ist es unsere Aufgabe, mit den neuesten Innovationen das Bewusstsein zu schärfen und die Sicherheitskompetenzen zu verbessern.”

Vertrauen auf KI

Um sich besser gegen Cyberbedrohungen zu verteidigen, setzen deutsche KMUs auf Penetrationstests mit KI zur Entdeckung von Schwachstellen (63 %) und die Zusammenarbeit mit einem Partner, der KI versteht (61 %). In diesem Jahr planen deutsche KMU ihre Ausgaben für Sicherheits-Maßnahmen auf regelmäßige Mitarbeiter-Schulungen (55 %), die Absicherung von Cloud-basierten Systemen und Anwendungen (50 %) sowie auf die Etablierung einer Sicherheitskultur, -strukturen und -prozesse (50 %) auszurichten.

Die Umfrage wurde im April 2024 online von Sapio Research durchgeführt. Von insgesamt 750 Befragten kamen jeweils 300 aus Frankreich und Deutschland, 100 aus Belgien und 50 aus den Niederlanden. Die Unternehmensgrößen reichten von 300 bis 4.000 Mitarbeitern.

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