Kurioser Datenrettungsfall bei CBL Warum „do it yourself“ bei alten HDDs keine gute Idee ist

Von Martin Hensel 1 min Lesedauer

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Die Datenretter von CBL können oftmals auch in aussichtslos scheinenden Situationen noch weiterhelfen. Wenn jedoch ein bekannter Bug, eine alte Festplatte und ein bastelfreudiger Kunde aufeinandertreffen, müssen die Experten erst einmal mit Datenrettungsmythen aufräumen.

Ein IT-Mythos aus alten Tagen: Ein Tausch der Platine taugt nicht zur Datenrettung, da die Firmware auf die jeweilige Festplatte abgestimmt ist.(Bild:  CBL)
Ein IT-Mythos aus alten Tagen: Ein Tausch der Platine taugt nicht zur Datenrettung, da die Firmware auf die jeweilige Festplatte abgestimmt ist.
(Bild: CBL)

Bei CBL staunte man nicht schlecht, als ein Kunde eine defekte Seagate Barracuda 7200.11 der Modellreihe ST3500320AS vorlegte. Dabei handelte es sich um ein Exemplar einer Festplattenserie, die im Jahr 2009 massenhaft aufgrund eines Firmware-Bugs ausfiel. Für die Experten war es ein absolutes Kuriosum, dass die HDD ohne Firmware-Update überhaupt bis 2024 funktionierte.

Bevor es an die Datenrettung gehen konnte, fiel allerdings ein weiteres kurioses Hindernis auf. Während der Diagnose stellten die Experten fest, dass die Seriennummern von Platine und Festplatte voneinander abwichen. Des Rätsels Lösung: Der Kunde hatte sich vor der Kontaktierung der Experten an einen befreundeten IT-Fachmann gewandt. Dieser tauschte die Platine der Festplatte gegen ein baugleiches Exemplar aus – ohne Erfolg. Glücklicherweise hatte er die originale Leiterplatte nicht entsorgt, was letztlich die Datenrettung ermöglichte.

Mythos Platinentausch

CBL warnt deshalb ausdrücklich davor, Daten auf defekten Festplatten durch den Austausch der verbauten Leiterplatten retten zu wollen. Es handle sich hierbei um einen gefährlichen Irrglauben aus längst vergangenen Zeiten.

„Vor Jahrzehnten war es bei ausgewählten Festplatten möglich, defekte Platinen zu tauschen – aber heute ist das nur noch ein Datenrettungsmythos“, erklärt CBL-Geschäftsführer Conrad Heinicke. „Die Firmware auf der Platine ist auf die jeweiligen individuellen Magnetscheiben eingestellt und enthält Informationen, die für die Datenrettung benötigt werden“, so der Fachmann.

Viel ratsamer ist es deshalb, einfach die defekte Festplatte direkt bei CBL einzureichen. Kostenrisiken sind dabei nicht zu befürchten: Die Erstdiagnose ist immer kostenlos, eine Rechnung wird ausschließlich im Erfolgsfall gestellt.

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