Acht Millionen DDoS-Angriffe im zweiten Halbjahr 2025 Dark LLMs im Dark Web koordinieren DDoS-Angriffe automatisiert

Quelle: Pressemitteilung NETSCOUT 2 min Lesedauer

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Über acht Millionen DDoS-Angriffe weltweit registrierte Netscout im zweiten Halbjahr 2025. Der aktuelle Threat Intelligence Report zeigt einen Pa­ra­dig­men­wech­sel: Statt massenhafter Volumenangriffe dominieren strategische Multi-Vektor-Attacken. Dark LLMs im Dark Web koordinieren DDoS-Attacken zunehmend automatisiert.

Netscout registrierte über acht Millionen DDoS-Angriffe im zweiten Halbjahr 2025. Angreifer koordinieren Multi-Vektor-Attacken zunehmend automatisiert und KI-gesteuert mit Dark LLMs.(Bild: ©  Bits and Splits - stock.adobe.com)
Netscout registrierte über acht Millionen DDoS-Angriffe im zweiten Halbjahr 2025. Angreifer koordinieren Multi-Vektor-Attacken zunehmend automatisiert und KI-gesteuert mit Dark LLMs.
(Bild: © Bits and Splits - stock.adobe.com)

Distributed-Denial-of-Service-Angriffe entwickeln sich zunehmend von massenhaften Vo­lu­men­angriffen hin zu strategisch eingesetzten und technisch komplexeren An­griffs­szenarien. Das zeigt der aktuelle DDoS Threat Intelligence Report von Netscout für das zweite Halbjahr 2025. Weltweit wurden in diesem Zeitraum mehr als acht Millionen Angriffe registriert, wobei sich die meisten Angriffe gegen den EMEA-Wirtschaftsraum gerichtet haben. Hier wurden im genannten Zeitraum über 3.3 Millionen Angriffe erfasst.

Infrastruktur als primäres Angriffsziel

Laut dem Bericht geht es Angreifern zunehmend darum, systemrelevante digitale Kno­ten­punk­te ins Visier zu nehmen. Störungen in diesen Bereichen können weitreichende Auswirkungen auf vernetzte Dienste und angebundene Systeme haben.

Auch in der DACH-Region konzentriert sich das Angriffsgeschehen vor allem auf Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Infrastruktursegmente. Besonders betroffen sind Betreiber digitaler Plattform- und Netzstrukturen wie Rechenzentren, Hosting-Dienste und Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­ter sowie Unternehmen und Diensteanbieter, die als systemrelevant gelten oder zur kritischen Infrastruktur gehören, insbesondere in den Bereichen Energieversorgung, Gesundheitswesen, Finanz- und Versicherungswesen, Transport und Verkehr, Wasser- und Abfallwirtschaft sowie staatliche Verwaltungs- und Sicherheitsstrukturen. Trotz unterschiedlicher nationaler Schwer­punkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt sich damit ein konsistentes Muster, da sich Angriffe vor allem gegen Branchen mit hoher Systemrelevanz richten. Viele andere Dienste und Unternehmen sind indirekt damit verbunden, sodass ganze digitale Ökosysteme davon betroffen werden können.

KI-Steuerung und Automatisierung

Auch im DDoS-Umfeld verändert der zunehmende Einsatz von Automatisierung und KI die Dynamik von Angriffen. Attacken sind automatisiert und KI-gesteuert. Laut Report werden Large Language Models (LLMs) inzwischen auch im Dark Web genutzt. Kriminelle nutzen „Dark LLMs“ zur automatisierten Angriffskoordination und Code-Generierung, was die Effektivität von Angriffskampagnen deutlich steigert. In entsprechenden Untergrundforen stiegen die Erwähnungen bösartiger KI-Tools laut Bericht um 219 Prozent.

Multi-Vektor-Angriffe bleiben zentraler Bestandteil

Parallel dazu nimmt die technische Komplexität vieler Attacken weiter zu: Mehr als die Hälfte aller beobachteten DDoS-Angriffe sind Multi-Vektor Attacken, bei denen unterschiedliche Angriffsvektoren gleichzeitig eingesetzt werden. Häufig werden diese dynamisch während eines laufenden Angriffs angepasst, um Erkennungs- und Abwehrmechanismen zu umgehen. Solche kombinierten Angriffsmuster erhöhen die Anforderungen an Schutzmechanismen, da sie sowohl Netzwerk- als auch Applikationslayer gleichzeitig belasten können.

Fazit

Die Entwicklung zeigt, dass DDoS-Angriffe zunehmend strategischer und technologisch anspruchsvoller werden. Für Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen bedeutet das, ihre Schutzmechanismen kontinuierlich weiterzuentwickeln und stärker auf automatisierte und KI gestützte Abwehrstrategien zu setzen.

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