Datenschutzbarometer 37 Prozent empfinden den Datenschutz als übertrieben

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Das neue Datenbarometer der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) zeigt: Nur 22 Prozent der Deutschen verbinden den Datenschutz in einem positiven Sinne mit Sicherheit und Privatsphäre. 37 Prozent empfinden ihn als übertrieben.

Im Juli 2025 hat die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit 1.000 Menschen zu Datenschutzthemen befragt. Künftig sollen solche Umfragen im Rahmen des Datenschutzbarometers erfolgen.(Bild:  Jadon Bester/peopleimages.com - stock.adobe.com)
Im Juli 2025 hat die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit 1.000 Menschen zu Datenschutzthemen befragt. Künftig sollen solche Umfragen im Rahmen des Datenschutzbarometers erfolgen.
(Bild: Jadon Bester/peopleimages.com - stock.adobe.com)

Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) hat das Datenbarometer ins Leben gerufen, um regelmäßig die Einstellungen der Bevölkerung zu Datenschutzfragen zu erfassen. Erste Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: 22 Prozent verbinden Datenschutz positiv mit Sicherheit und Privatsphäre, 35 Prozent äußern sich ambi­valent, 37 Prozent sehen ihn kritisch oder übertrieben. Die BfDI will mit dem Instrument die politische und fachliche Diskussion evidenzbasierter gestalten und Vertrauen in den Datenschutz stärken.

Mit dem Datenbarometer schaffen wir eine belastbare, öffentlich zugängliche Datenbasis, die nicht nur unsere Arbeit unterstützt, sondern auch die Professionalität und Unabhängigkeit meiner Behörde bei ihrer Teilnahme an datenschutzpolitischen Diskussionen stärkt.

Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider, Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

„Datenschutz gibt es doch nicht“

In der ersten Befragung im Rahmen des Datenschutzbarometers, die im Juli 2025 unter 1.000 Menschen stattgefunden hat, gaben einzelne Befragte an es gäbe „Datenschutz doch gar nicht“. Für Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider, Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, sei dies alarmierend: „Bei einer bevorstehenden Reform der DSGVO stehen wir als Datenschützer in der Verantwortung, Vertrauen zurückzugewinnen: Wir brauchen wirksame Selbstbestimmung im digitalen Raum, klare Regeln für grund­rechts­sen­sible Bereiche und einen Datenschutz, der den Menschen nützt – ohne den oder die Einzelne mit überbordenden Informationspflichten zu überfordern.“

Regelmäßige Erhebung zu Datenschutzthemen

Künftige Befragungen werden Themen wie Cookie-Einwilligungen oder die elektronische Patientenakte beleuchten; die Ergebnisse werden öffentlich zugänglich sein. Zudem kündigte die BfDI an, die Dokumentation der Umfrage schrittweise zu erweitern. Weitere Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, wie verständlich Cookie-Banner und Einwilligungsprozesse für die breite Öffentlichkeit tatsächlich sind.

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