Semperis Ransomware Risk Report 2025 Deutsche Unternehmen am stärksten von Ransomware bedroht

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Deutschland liegt im internationalen Vergleich sowohl bei der Häufigkeit als auch bei der Erfolgsquote von Ransomware-Angriffen vorn. Viele Firmen zahlen weiterhin Lösegeld – ein Warnsignal für die Cybersicherheitsstrategie.

Ransomware trifft deutsche Unternehmen häufiger und erfolgreicher als internationale Wettbewerber.(Bild: ©  arrow - stock.adobe.com)
Ransomware trifft deutsche Unternehmen häufiger und erfolgreicher als internationale Wettbewerber.
(Bild: © arrow - stock.adobe.com)

Laut dem „2025 Ransomware Risk Report“ von Semperis, einer internationalen Studie, an der 1.500 Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, dem Vereinigten Königreich, den USA, Kanada, Australien und Neuseeland sowie Singapur teilgenommen haben, ist in Deutschland sowohl die Häufigkeit von Ransomware-Angriffen als auch deren Erfolgsquote am höchsten: 90 Prozent der befragten Unternehmen erlebten in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Ransomware-Angriff, was einen Anstieg um acht Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (2024: 82 Prozent) darstellt. Auf einem ähnlich hohen Niveau befinden sich das Vereinigte Königreich (84), Australien und Neuseeland (83), Italien (82), sowie die Vereinigten Staaten (81).

In der Kategorie der erfolgreichen Ransomware-Angriffe ist Deutschland mit 66 Prozent ebenfalls allen Ländern voraus. Ähnlich häufig haben diese Australien und Neuseeland (62) sowie Singapur (61) erlitten. Insgesamt bleibt die Ransomware-Bedrohungslage angespannt, wie sich im Gesamtbild zeigt: Im internationalen Durchschnitt erlebten 78 Prozent Angriffsversuche, von denen mehr als die Hälfte, 56 Prozent, erfolgreich waren.

Aggressive Einschüchterungsmethoden

Zwar überrascht es wenig, dass Ransomware-Angreifer Unternehmen jegliche Druckmittel in Bezug auf sensible Daten nutzen, um ihre Forderungen durchzusetzen. So sind Drohungen, Unternehmensdaten zu veröffentlichen (63 Prozent; Deutschland: 56) oder die Opfer aus ihren eigenen IT-Systemen auszusperren, am häufigsten (52 Prozent; Deutschland: 47). Auffällig ist jedoch die Häufigkeit physischer Gewaltandrohungen gegen Führungskräfte oder Angestellte. Der internationale Durchschnitt liegt bei 40 Prozent. Von den deutschen Befragten berichteten 44 Prozent der Opfer derartige Einschüchterungstaktiken. Noch häufiger wurden körperliche Gewaltandrohungen lediglich von Studienteilnehmern aus den USA (46 Prozent) und Singapur (59 Prozent) angegeben.

53 Prozent der Betroffenen zahlen Lösegeld

Laut der aktuellen Studie entschlossen sich 53 Prozent der beeinträchtigten Unternehmen in Deutschland zu einer Lösegeldzahlung, einschließlich 14 Prozent, die dies zwei- bis dreimal taten.

Am häufigsten konnten Erpresser in Singapur ihre Lösegeldforderungen durchsetzen: Dort leisteten 85 Prozent der Betroffenen eine Zahlung, gefolgt von den USA (81) sowie Australien und Neuseeland (80). Die geringsten Aussichten auf monetären Erfolg hatten Angreifer in Italien: Dort entschlossen sich nur 41 Prozent der Opfer zu einer Zahlung. Allerdings ist mit einem Durchschnittswert von 69 Prozent in allen befragten Ländern die allgemeine Bereitschaft, den Zahlungsforderungen nachzugeben, immer noch äußerst hoch und somit als Geschäftsmodell für Cyberkriminelle weiterhin attraktiv.

„Obwohl das Zahlen von Lösegeld, insbesondere mehrfach, im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland zurückgegangen ist, führt das Geschäftsmodell Ransomware für Angreifer in mehr als der Hälfte der Fälle zum Erfolg und ist nach wie vor überaus lukrativ,“ erklärt Aleksandra Hochstein, Area Vice President DACH und Benelux bei Semperis. „Folglich sind Unternehmen gefordert, ihre Abwehr- und Wiederherstellungsfähigkeiten zu verbessern, um künftig die Zahlung von Lösegeld von vornherein für sich ausschließen zu können.“

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