Neue Backup- und Recovery-Lösungen von Acronis, Novastor und Quantum für virtuelle Maschinen

Die Servervirtualisierung macht die Datensicherung unverzichtbar

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All inclusive Funktionalitäten

In vmProtect 6.0 wurden zahlreiche Technologen integriert, die Anwender auch von der „großen“ Advanced-Version von Backup & Recovery 11 desselben Herstellers kennen, darunter Deduplizierung, LAN-free Backup und Kompression. Die Software ermöglicht, wie auch die beiden anderen Produkte, sowohl die Wiederherstellung kompletter Images als auch einzelner Dateien.

Beim Restore gibt es allerdings durchaus Unterschiede: Mit vmProtect kann die virtuelle Maschine in eine bestehende VM oder als neue VM auf einem beliebigen ESX/ESXi Host wiederhergestellt werden.

NovaBACKUP BE Virtual erlaubt nur die Wiederherstellung auf dem gleichen Host oder fordert auf anderer Hardware zumindest den gleichen Namen, den der Host während des Backups der VM hatte.

Zugriff über API

Der Zugriff auf die VMs läuft bei allen spezialisierten Backup-Lösungen generell auf die gleiche Weise ab. Die Backup-Software greift über die VMware API auf die einzelnen virtuellen Maschinen zu. Agents auf den einzelnen VMs sind nicht notwendig.

Allerdings gibt es durchaus unterschiede im Detail. Quantum nutzt eine virtuelle Appliance auf dem Host, um über die VStorage API for Data Protection Snapshots der VMs zu erzeugen. Acronis kann das auch, bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, die Software auf einem Windows-Rechner zu installieren.

So bleibt der Virtualisierungs-Host vom Zusatzaufwand der Backup-VM verschont. Außerdem wird LAN-free Backup unterstützt. Dabei greift vmProtect direkt auf den gemeinsam genutzten Massenspeicher der VMs zu und zieht von dort aus direkt Kopien auf das Backup-Medium.

Management mit Webbrowser, Smartphone und Tablet - leider unangepasst

Novastor hingegen greift ausschließlich über sein VMware Plug-in für NovaBACKUP auf den Host zu. Der kann dafür auch Hyper-V als Hypervisor nutzen, Novastor lässt sich sowohl in Microsoft- als auch in VMware-Umgebungen einsetzen und schützt virtueller Maschinen unter Hyper-V, VMware ESX(i) und vSphere 4.0+ Server.

Acronis wirbt bei seinem vmProtect 6.0 mit einer einfachen Migration physikalischer Server in virtuelle Umgebungen. Das lässt sich natürlich auch ohne die Unterstützung durch Acronis durchführen, aber, so betont der Hersteller, mit der eigenen Software soll es schneller und bequemer ablaufen.

Der Anwender kann die physikalische Hardware mit dem Boot-Medium von vmProtect in ein Datenformat konvertieren, dass direkt innerhalb des VMware–Hosts als VM gestartet werden kann. Eine Migration erfordert weniger manuelle Schritte und reduziert so auch die Gefahr von Fehlbedienungen. In die Rubrik einfachere Bedienung fällt auch die – von Backup & Recovery 11 Advanced Server Virtual Edition abweichende – Steuerung mittels Browser.

Anstelle eigener Managementprogramme lässt sich vmProtect 6.0 über Firefox, Chrome oder Internet Explorer nutzen, auch von einem mobilen Endgerät aus. Eine Anpassung, um die Ausgabe für kleinere Bildschirme zu optimieren, nimmt die Software aber nicht vor.

weiter mit: Die Cloud ist im Hintergrund immer mit dabei

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