Seit Dienstagmittag sieht sich die Deutsche Bahn einer Cyberattacke ausgesetzt. Derzeit funktionieren die Systeme – endgültige Entwarnung gibt es aber noch nicht.
Am 17. Februar 2026 begann eine massive DDoS-Attacke auf die Deutsche Bahn, die die Webseite und die Buchungs-App lahm legte.
(Bild: Logo: DB-Systel)
Die Deutsche Bahn (DB) sieht sich einem großangelegten Cyberangriff ausgesetzt, die Auswirkungen auf die Buchungs- und Auskunftssysteme des Konzerns hatte. „Das Ausmaß ist erheblich“, teilte die bundeseigene Bahn am Nachmittag mit. „Die aktuelle Attacke ist gezielt auf die DB gerichtet und ist in Wellen erfolgt.“ Ziel des Angriffs seien die IT-Systeme. Die Abwehrmechanismen griffen aber. Kundendaten seien nicht geklaut worden, betonte ein Sprecher.
Die Angriffe begannen demnach am Mittag des 17. Februar 2026. Ab dem Nachmittag kam es dann zu Beeinträchtigungen für die Kunden. Wer etwa über die Kanäle der Deutschen Bahn eine Fahrkarte buchen oder eine Verbindung suchen wollte, kam nicht weit. Anstelle der Fahrtinformationen kamen Fehleranzeigen. Betroffen waren sowohl die Buchungsapp „DB-Navigator“ als auch die Internetseite bahn.de.
Auch am Mittwoch kam es zu Einschränkungen. Am Nachmittag funktionierten die Systeme aber vorerst wieder, hieß es. Dass weitere Angriffswellen folgen könnten und es erneut zu Einschränkungen für Nutzerinnen und Nutzer kommen kann, schließt die Bahn allerdings nicht aus. Die wellenartigen Attacken sind auch der Grund dafür, warum das Wiederherstellen der Systeme so lange dauert.
Dem Konzern zufolge handelt es sich bei dem Cyberangriff um eine sogenannte DDoS-Attacke, die am Dienstagmittag gegen die IT-Systeme der Bahn erfolgt sei. Dabei schicken Tausende gekaperte Computer oder Geräte gleichzeitig so viele Anfragen an eine Website oder eine App wie den „DB Navigator“, dass diese in die Knie gehen.
Für die Nutzer sieht das so aus, als sei die Seite offline, obwohl sie technisch nicht zerstört wurde. Ziel solcher Angriffe ist es meist, Unternehmen oder Behörden zu erpressen, zu sabotieren oder politisch unter Druck zu setzen.
Woher der Angriff kam, ist offen. Die „Bild“-Zeitung beruft sich auf eine interne Bahnquelle, wonach die Attacke aus Russland gekommen sein soll. Der Konzern kommentierte solche Gerüchte nicht. „Zu Spekulationen über Hintergründe werden wir uns nicht äußern“, teilte die Bahn lediglich mit. Oberste Priorität hätten nun der Schutz der Kundendaten sowie die Verfügbarkeit der Auskunfts- und Buchungssysteme.
Cyberangriffe auf große Unternehmen wie die Bahn sind nicht ungewöhnlich. Die meisten können aber abgewehrt werden, so dass Kundinnen und Kunden nur selten etwas merken. Solche Schlagzeilen bei der Bahn liegen Jahre zurück: Im Mai 2017 richtete sich der Cyberangriff „WannaCry“ gegen Hunderttausende Computer in mehr als 150 Ländern. Betroffen waren auch mehrere hundert Rechner bei der Bahn. Es kam unter anderem zu Beeinträchtigungen bei den Anzeigetafeln.
Andere Verkehrssysteme waren ebenfalls Opfer von Angriffen. Im August 2024 war etwa die Deutsche Flugsicherung von einem Angriff betroffen. Diese Attacke ordneten die Ermittlungsbehörden dem russischen Militärgeheimdienst GRU zu. Auch im jüngsten Bundestagswahlkampf soll es zu hybriden Angriffen aus Russland gekommen sein, um die Wahlen zu beeinflussen. Im Dezember hatte die Bundesregierung deshalb den russischen Botschafter einbestellt.
Bei der Bahn wogen allerdings zuletzt analoge Angriffe auf die Infrastruktur deutlich schwerer. Wegen durchtrennter Bahnkabel war etwa im vergangenen September eine zentrale Verbindung zwischen Düsseldorf und Köln stark beeinträchtigt. Rund eine Woche vorher hatte ein Brandanschlag auf ein Stellwerk bei Hannover für Verspätungen bei Hunderten Fernzügen gesorgt. Zehntausende Fahrgäste waren betroffen.
Große Auswirkungen hatte im August wiederum ein Brandanschlag auf Kabel auf der Strecke Duisburg-Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Die beschädigten Kabel sorgten für Störungen im Nah- und Fernverkehr. Betroffen waren die ICE-Linien nach Berlin und Frankfurt am Main ebenso wie die Verbindungen in Richtung Norddeutschland, Süddeutschland und in die Niederlande.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Solche Angriffe führen immer wieder zu Debatten, wie kritische Infrastruktur in Deutschland besser geschützt werden kann.