Gefälschte Behördenanfragen Revolut gibt Kundendaten aus Versehen an Betrüger raus

Von Marvin Djondo-Pacham 1 min Lesedauer

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Die britische Neobank Revolut hat vertrauliche Kundendaten an Unbefugte weitergegeben, nachdem sie auf eine betrügerische Auskunftsanfrage reagiert hatte. Nach Angaben des Unternehmens war nur eine „sehr begrenzte“ Zahl von Kunden betroffen.

Revolut gab nach einer betrügerischen Behördenanfrage vertrauliche Kundendaten an Unbefugte weiter. Die IT-Systeme und Kundengelder seien laut Unternehmen nicht betroffen.(Bild:  KI-generiert)
Revolut gab nach einer betrügerischen Behördenanfrage vertrauliche Kundendaten an Unbefugte weiter. Die IT-Systeme und Kundengelder seien laut Unternehmen nicht betroffen.
(Bild: KI-generiert)

Revolut bestätigte einen Sicherheitsvorfall unter anderem gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach gingen beim Unternehmen betrügerische Anfragen ein, die über eine legitime E-Mail-Domain einer Regierungsbehörde verschickt worden waren. Erst nach der Datenweitergabe erkannte Revolut, dass es sich nicht um eine echte behördliche Anfrage handelte.

Angegriffen wurde offenbar der Prozess zur Bearbeitung von Behördenersuchen, also eine Kombination aus Vertrauen in Absender, manueller Prüfung und interner Datenfreigabe. Welche Behörde vorgetäuscht wurde, über welche konkrete Adresse die Anfrage lief und mit welcher Begründung Daten angefordert wurden, gab Revolut bislang nicht bekannt.

Ausweiskopien und Kontodaten könnten betroffen sein

Revolut nennt keine genaue Zahl betroffener Kunden und veröffentlichte zunächst auch keine vollständige Liste der weitergegebenen Informationen. Tech Crunch liegt nach eigenen Angaben jedoch eine Benachrichtigung an Betroffene vor.

Demnach könnten E-Mail- und Postadressen, Telefonnummern, Geburtsdaten sowie Kopien von Ausweisdokumenten wie Reisepässen und Führerscheinen abgeflossen sein. Der Bericht nennt zudem Namen, Verifizierungs-Selfies, Kontoauszüge und Transaktionshistorien als potenziell betroffene Datenkategorien. Welche Daten im Einzelfall weitergegeben wurden, bleibt offen.

Revolut betont, dass der Vorfall weder die IT-Systeme des Unternehmens noch Kundengelder betroffen habe. Nach Entdeckung des Betrugs sperrte das Unternehmen die betreffende E-Mail-Adresse und informierte die tatsächliche Regierungsbehörde, Strafverfolgungs- und Datenschutzbehörden sowie Finanzaufsichten. Betroffene Kunden seien benachrichtigt worden. Revolut will sie nach eigenen Angaben dabei unterstützen, mögliche Folgen einzugrenzen.

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