Was ist ein akzeptables Risikoniveau für IT-Experten und ihre Unternehmen? Die Antwort auf diese Frage hat sich in den letzten Jahren geändert. Vor noch nicht allzu langer Zeit konnten Unternehmen großzügiger damit umgehen, was sie als akzeptables Risikoniveau einstuften. Heute jedoch ist es zwingend notwendig, jede mögliche Bedrohung absolut ernst zu nehmen.
Wenn IT-Experten und ihre Unternehmen es versäumen, potenzielle Bedrohungen zu überprüfen und Maßnahmen zu ergreifen, riskieren sie äußerst schwerwiegende Konsequenzen.
IT-Experten und Führungskräfte müssen strukturiert und effektiv zusammenarbeiten, wenn sie potenzielle Probleme so früh wie möglich erkennen wollen. Vielen Unternehmen ist das bereits vollkommen klar. Der jüngste SolarWinds IT Trends Report zeigt: 45 Prozent der befragten IT-Experten haben den Eindruck, dass die Führungskräfte oder Entscheidungsträger ihres Unternehmens ein erhöhtes Risikobewusstsein haben und wissen, dass es nicht auf das „Ob“, sondern das „Wann“ eines Sicherheitsvorfalls ankommt.
Wir möchten zeigen, warum dieses Bewusstsein IT-Experten große Chancen bietet, mit Führungskräften zusammenzuarbeiten und die Risikominderung im Unternehmen zu verbessern. Außerdem geht es in diesem Artikel darum, welche Herausforderungen dieser Zusammenarbeit noch entgegenstehen und wie sie überwunden werden können, um eine sicherere Zukunft zu schaffen.
Sich wandelnde Wahrnehmungen
40 Prozent der im SolarWinds IT-Trends-Report befragten Technikexperten geben an, dass ihre Unternehmen in den letzten 12 Monaten einem mittleren IT-Risiko ausgesetzt waren. Sicherheitsverletzungen werden als einer der größten externen Faktoren wahrgenommen, die die Risikoexposition eines Unternehmens beeinflussen, wobei externe Sicherheitsbedrohungen wie Cyberangriffe als zweitgrößter Makrotrend genannt wurden. Die Ergebnisse zeigen weiter, dass nahezu alle Unternehmen IT-Risiken ausgesetzt sind, aber nach einem Jahr des pandemiebedingten „Krisenmodus“ oft eine Wahrnehmung von Apathie und Tatenlosigkeit vorherrscht. Technikexperten haben wichtige Bereiche für technische Investitionen und Weiterbildungen hervorgehoben: Sie priorisieren künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, in der Cloud gehostete Datenbankplattformen sowie Sicherheit und Compliance. Darin spiegelt sich das Bewusstsein wider, dass das größte Risiko darin besteht, bei neuen Entwicklungen ins Hintertreffen zu geraten.
Es steht außer Frage: Unternehmen – und vor allem Führungskräfte – müssen ihre Risikowahrnehmung ständig anpassen und dürfen sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Jegliches Risiko sollte als inakzeptabel gelten und dringend angegangen werden, wenn Unternehmen eine sicherere Zukunft erleben wollen. Wie können IT-Experten also mit Führungskräften zusammenarbeiten, um genau das zu verwirklichen?
Verbesserte Zusammenarbeit
IT-Experten und Führungskräfte haben die große Chance, gemeinsam an Prioritäten und Richtlinien zu arbeiten. Gemeinsam können sie sicherstellen, dass ihre Unternehmen und Branchen optimal auf das Abschwächen, Managen und Minimieren von Risiken vorbereitet sind. Diese Chance können sie nur nutzen, wenn sie zusammenarbeiten und unter der Annahme handeln, dass Sicherheitslücken höchstwahrscheinlich auftreten werden, egal wie sorgsam sie vorgehen.
Es werden komplexere Bedrohungen entstehen, andere externe Faktoren werden eine Rolle spielen und Unternehmen werden sich Herausforderungen stellen müssen, mit denen sie nicht gerechnet haben. All das sollten IT-Experten bedenken. Sie sollten in der gesamten Kill Chain Maßnahmen zur Erkennung, Überwachung, Warnung und Reaktion implementieren. Mit theoretischen Übungen können sie die Effektivität messen und sicherstellen, dass sie die nötigen Tools besitzen, um Bedrohungen zu begegnen und sich auch angesichts der sich wandelnden Bedrohungslandschaft auf allen Ebenen vor Risiken zu schützen.
Zum Thema Zusammenarbeit gab ein Drittel der befragten Technikexperten an, dass ihre Unternehmen die Abstimmung zwischen IT-Geschäftszielen und der Führungsebene des Unternehmens verbessern. So reagieren sie auf andere Hindernisse bei der Einführung von Technologien wie mangelnde verfügbare IT-Management-Tools oder Personalreduktionen. Dies ist ein guter Ausgangspunkt, aber wenn sie davon profitieren möchten, müssen noch mehr Unternehmen für diese Zusammenarbeit sorgen.
Es ist entscheidend, dass IT-Teams und Geschäftsleitung sich ständig im Gespräch befinden und strategisch über Risiken und die Notwendigkeit von Investitionen – sowohl von Zeit als auch von Geld – sprechen. IT-Experten müssen darauf vorbereitet sein, für ihre Sache einzustehen. Sie sollten wissen, dass die Budgets knapp sind, und jede Argumentation für neue Investitionen fundiert untermauern und mit Zahlen zur Effektivität belegen.
Stand: 08.12.2025
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Genauso solide sollten sie argumentieren können, wenn es um mangelnde Schulungen für das Personal, Weiterbildungsressourcen und Zeit für die Fortbildung geht.
Damit sie diese Gespräche gut führen und Führungskräfte davon überzeugen können, welchen Mehrwert Schulungen einem Unternehmen bieten, müssen sie die „Sprache der Geschäftswelt“ lernen. Ein Unternehmen, dessen IT-Team schlecht für die Reaktion auf Bedrohungen gerüstet ist, könnte beispielsweise bei einem Angriff enorme Verluste erleiden. Investitionen in Schulungen können dieses Risiko eliminieren und dafür sorgen, dass ein Unternehmen vor derartigen Verlusten geschützt ist.
Fazit
Wenn IT-Teams derartige Diskussionen in der Sprache der Geschäftswelt führen, können sie effektiver überzeugen und die nötigen Investitionen für eine bessere Risikominderung sichern. Nach einer Zeit beispielloser Veränderungen sollten Unternehmen nun nach vorne schauen, den Blick auf Risiken neu überdenken und mehr Zusammenarbeit zwischen IT-Experten und Führungskräften schaffen, damit eine sichere Zukunft möglich ist.
Über den Autor: Sascha Giese ist Head Geek bei SolarWinds.