Dienstleister als Einfallstor Der Domino-Effekt und die NIS2-Notbremse
Eine Sicherheitspanne bei einem Subunternehmer kann eine folgenschwere Kettenreaktion auslösen – über missbrauchte Fernzugriffe oder über die Datenverarbeitung. Genau solche Dominoeffekte versucht die NIS2-Regulierung durch risikobasiertes Management von Lieferketten auszubremsen.
Nicht nur historisch gewachsene Wertschöpfungsketten sind meist verzwickt und unübersichtlich. Die Lieferantenlandschaft vieler etablierter Branchengrößen umfasst neben hochkaratigen globalen IT‑Dienstleistern auch schon mal Nischenanbieter von technischem Support aus Offshore‑Jurisdiktionen, hyperskalare Cloud‑Provider, MSP‑Mittelständler, SaaS-Dienstleister, Subunternehmen der Fertigung oder OT‑Partner mit Wartungs‑ und Fernzugriff in Produktionsanlagen. In diesem Geflecht kann selbst ein vertrauter Zulieferer zum Einfallstor werden – für Cyberangriffe, Datendiebstahl oder Industriespionage.
Eine klassische Software‑Supply‑Chain‑Attacke ist nur ein Szenario von vielen. Der Angriff kann sich ebenso durch den VPN-Zugang eines unscheinbaren Dienstleisters ins Netzwerk tunneln.
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