Rückläufiges Sicherheitsverhalten DsiN-Sicherheitsindex 2025 auf historischem Tiefstand

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der DsiN-Sicherheitsindex bildet die digitale Sicherheitslage deutscher Verbraucher ab. Wie sich in diesem Jahr zeigt, nimmt die Bedrohungslage zu, das Bewusstsein der Nutzer dafür jedoch ab.

Obwohl ein Drittel der Befragten in den vergangenen 12 Monaten einen Phishing-Angriff erlebt hat, sinkt dem DsiN-Index zufolge das Bewusstsein der Verbraucher für digitale Risiken.(Bild:  Mikolette Moller/peopleimages.com - stock.adobe.com)
Obwohl ein Drittel der Befragten in den vergangenen 12 Monaten einen Phishing-Angriff erlebt hat, sinkt dem DsiN-Index zufolge das Bewusstsein der Verbraucher für digitale Risiken.
(Bild: Mikolette Moller/peopleimages.com - stock.adobe.com)

Die digitale Bedrohungslage in Deutschland wächst weiter, doch immer weniger Menschen schützen sich aktiv. Das zeigt der neue DsiN-Sicherheitsindex 2025, den Deutschland sicher im Netz e. V. (DsiN) gemeinsam mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) vorgestellt hat. Demnach schützen sich über die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland nicht genug, angesichts ihrer individuellen Bedrohungslage. Seit 2014 erhebt der DSiN den Sicherheitsindex zur digitalen Sicherheitslage von Verbrauchern in Deutschland und gibt ihnen Handlungsempfehlungen mit. In diesem Jahr ist der Index auf einem historischen Tiefstand mit 55,7 von 100 möglichen Punkten. Und dies geschieht in einer Zeit, in der die Zahl der Sicherheitsvorfälle – in Unternehmen wie im Privaten – einen neuen Höchststand erreicht hat.

Gutgläubigkeit oder Vertrauen?

33,5 Prozent der Befragten haben in den vergangenen zwölf Monaten einen Phishing-Vorfall per Messenger erlebt. 27,8 Prozent haben infizierte E-Mails erhalten. Dennoch nimmt das Risikobewusstsein der Verbraucher dem DsiN zufolge weiter ab, obwohl gleichzeitig 78,5 Prozent der Befragten dem Vertrauen in digitale Angebote eine große Bedeutung beimessen. Vertrauen deutsche Verbraucher blind? Sind sie zu gutgläubig? Der Umfrage zufolge setzt sich nur ein Viertel aktiv damit auseinander, ob es einem digitalen Angebot vertrauen kann oder nicht. Nur weitere 15,6 Prozent halten ihre digitalen Kompetenzen dahingehend für aus­reich­end. Besonders hohes Vertrauen von den Verbrauchern erhalten öffentliche Stellen, die digitale Angebote haben (63,1 Prozent). Weniger vertrauenswürdig sind soziale Medien (24,7 Prozent) und Künstliche Intelligenz (28,6 Prozent).

Michael Weinzierl, Studienleiter des DsiN-Sicherheitsindex, kommentiert: „Besonders auffällig ist die wachsende Lücke zwischen dem nach wie vor hohen Sicherheitswissen und dem rückläufigen Sicherheitsverhalten. Obwohl viele Nutzerinnen und Nutzer um Schutzmaßnahmen wissen, wenden sie diese im Alltag immer seltener an. Diese Wissens-Verhaltens-Schere ist einer der zentralen Befunde des diesjährigen Index.“

DsiN-Geschäftsführerin Isabelle Rosière warnt: „Digitale Risiken werden zur Normalität. Gleichzeitig stagniert das Schutzverhalten. Um eine sichere digitale Gesellschaft zu ermöglichen, müssen wir gezielt in digitale Bildung und Aufklärung investieren. Und das flächendeckend und alltagsnah. Digitale Mündigkeit braucht mehr als gutes Gefühl – sie braucht konkrete Kompetenz.“

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