Im Test: WhatsUp Gold 12 Premium Edition

Durchdachte Neuerungen machen das Monitoring-Tool WhatsUp noch attraktiver

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Setup und Inbetriebnahme

Basis der IP-Insider-Tests ist die aktuelle, 135 MByte große Version 12 des Tools, wie sie auf IP-Insider.de zum Download zur Verfügung steht. Das Programm ist schnell installiert und lizenziert. Lizenzschlüssel können über die Website des Herstellers bezogen werden. Die im Test verwendete Trial-Version ist auf 25 Tage Nutzungsdauer beschränkt, bietet aber ansonsten denselben Funktionsumfang wie die Vollversion.

WhatsUp ist ein Werkzeug zur Überwachung jeglicher IT-Baugruppen. Dies umfasst Server, Clients, Netzwerkgeräten, Dienste und Applikationen. Im ersten Schritt muss daher definiert werden, was von WhatsUp überwacht werden soll. Dies passiert durch das Scannen des Netzwerks.

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Wie schon früher unterstützt WhatsUp alle gängigen Varianten. Im Test wurden die Geräte korrekt erkannt und mit Standardwerten konfiguriert. Da sich in umfangreichen Netzwerken permanent Änderungen ergeben, kann der Scan-Lauf auch periodisch ausgeführt werden. Durch Delta-Reports erhält der Administrator dann einen detaillierten Report über alle zuletzt vorgenommenen Änderungen.

Nach der Bestandsaufnahme sind Überwachungs-Policies aufzubauen. Eine Policy bestimmt die Reaktion von WhatsUp beim Eintreffen bestimmter Ereignisse.

Monitore überwachen die Zielsysteme

Die Überwachung der Zielsysteme wird durch so genannte Monitore erledigt. Aktive Monitore überwachen aus der Sicht von WhatsUp aktiv die Zielsysteme. Hierzu stellt WhatsUp unterschiedlichte Varianten bereit. Die verwendeten Protokolle sind beispielsweise http, DNS, POP3 oder IMAP4.

Passive Monitore hingegen warten auf die Meldung der Endgeräte, ohne selbst aktiv einzugreifen. Dazu zählen derzeit SNMP Traps, Windows Events oder Syslogs.

Zum Einsammeln der Messwerte verwendet WhatsUp unterschiedliche Verfahren. Unter Windows vor allem WMI, ferner den Windows Event Monitor sowie diverse Polling-Techniken. Für Netzwerkgeräte oder Linux/Unix setzt man mehr auf SNMP sowie auf das Auslesen von Syslog-Dateien. Ferner kann ein im Scripting erfahrener Administrator via VB- oder Java-Script auch Messwerte von gänzlich fremden Stellen, wie z.B. TK-Anlagen oder anderen Geräten, einlesen.

Das Benutzerinterface von WhatsUp ist modern aufgebaut. Es steht zum einen das traditionelle Windows-GUI mit einer speziellen Konsole bereit. Daneben stellt Ipswitch WhatsUp aber schrittweise, wie im Text erwähnt, in Richtung Web-Frontend um. Eine gute Strukturierung der Fenster mit geschickten Menüaufbauten sowie unterschiedliche Farben und Icons auf der Grundlage einer ausgefeilten AJAX-Programmierung ermöglicht dabei ein angenehmes und flottes Arbeiten.

Fazit

Whatsup wird mit jeder Version umfangreicher und besser. Die Bedienung des Tools ist angenehm und flott. Im Test erwies es sich als stabil. Auch die neueren Funktionen der Version 12 zeigten sich im Test fehlerfrei und gaben keinen Anlass zur Beanstandung. WhatsUp unterstreicht damit ein weiteres Mal seinen Ruf als zuverlässiges und hilfreiches Netzwerk-Überwachungs-Tool.

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