BSI-Sicherheits-Empfehlung So schützen Unternehmen ihre E-Mails mit eigener Domain

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Wer E-Mails mit einer eigenen Domain sendet und empfängt, muss einige Dinge beachten, um seine Daten zu schützen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt hierzu Empfehlungen anhand von Praxisbeispielen.

Mit der aktuellen Mitteilung des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollen Unternhemen ihre E-Mail-Sicherheit upgraden können.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Mit der aktuellen Mitteilung des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollen Unternhemen ihre E-Mail-Sicherheit upgraden können.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Cyber-Sicherheitsempfehlung „Upgrade für die E-Mail-Sicherheit“ veröffentlicht. Diese richtet sich an alle Unternehmen, die E-Mails mit einer eigenen Domain senden und empfangen.

Konkrete Beispiele

Anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis, wie Microsoft Exchange Online und Google Workspace mit Gmail, wird gezeigt, wie die Cyber-Sicherheit der E-Mail-Kommunikation mit Kunden sowie anderen Unternehmen oder Dritten verbessert werden kann. Oft sind hierzu nur wenige Schritte, wie die Anpassung der Konfiguration der vom Unternehmen eingesetzten Groupware oder eine sorgfältigere Umsetzung der Standards Sender Policy Framework (SPF), Domainkeys Identified Mail (DKIM) und Domain-based Message Authentication, Reporting, and Conformance (DMARC), erforderlich.

Ein Beispiel bezieht sich auf einen Fehler der häufig beim Schreiben von DNS-Einträgen (Domain Name System) vorkommt. Wenn „inlcude“ statt „include“ geschrieben wird, führt das zur Ungültigkeit des SPF-Eintrags. Solche Fehler bleiben häufig unentdeckt, da viele Empfänger-Server fehlertolerant sind.

Problematisch Korrekt
v=spf1 inlcude:example.com ip4:96.7.128. 175 v=spf1 include:example.com ip4:96.7.128.175

Ein weiterer Fehler ist das Angeben von Anführungszeichen bei DNS-Einträgen. Diese Sorgen dafür, dass die Einträge nicht erkennbar sind. Die Einträge müssen ohne Anführungszeichen eingetragen werden.

Problematisch Korrekt
"v=DMARC1;p=quarantine" v=DMARC1;p=quarantine

Empfehlungen des BSI

Die im Dokument enthaltenen Empfehlungen beruhen auf Messungen von Sicherheitseigenschaften der E-Mail-Infrastruktur in Deutschland. Diese hat das BSI in den vergangenen Monaten durchgeführt. Darüber hinaus liegen den Empfehlungen Erkenntnisse aus der nationalen und internationalen Gremienarbeit sowie Zusammenarbeit mit Verbänden zu Grunde.

Zum einen rät das BSI auf korrekte Syntax bei allen Einträgen zu achten. Das heißt keine Tippfehler und keine doppelten SPF-Records (Sender Policy Framework). Außerdem sollte Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance (DMARC) mit Policy „reject“ oder mindestens „quarantine“ betrieben werden. Regelmäßige DMARC-Reports können zudem dabei helfen Fehleinstellungen zu erkennen.

Zum anderen sollten Unternehmen veraltete Konfigurationen überarbeiten und automatisieren. Dazu können Anwender öffentlich verfügbare Tools und Services von Google, Microsoft oder Hardenize nutzen. Außerdem sind regelmäßige Audit-Checks der E-Mail-Header, DNS-Einträge und Zertifikate ratsam. Das BSI plant weitere Messungen, um fortlaufend zielgerichtete Empfehlungen aussprechen und verfeinern zu können.

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