Unternehmen müssen nach Kündigung um wichtige Informationen fürchten Gefahr von Sabotage und Datenklau durch verärgerte Ex-Mitarbeiter
Wie der österreichische Datenrettungsspezialist Attingo berichtet, haben sich Sabotagefälle in Unternehmen verdoppelt. Oftmals rächen sich gekündigte Mitarbeiter durch absichtliches Löschen wichtiger Daten an ihrem Ex-Arbeitgeber. Diese Gefahr ist selbst bei großen Unternehmen mit gut funktionierenden IT-Abteilungen vorhanden.
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Die Experten des Wiener Datenrettungsspezialisten Attingo verzeichneten 2007 einen starken Anstieg von Sabotagefällen. Wichtige Unternehmensdaten wurden absichtlich von Mitarbeitern gelöscht, Datenträger formatiert oder Systeme neu installiert. Das Ziel war bei allen Aktionen gleich: Möglichst der Firma schaden.
Meist sind Mitarbeiter die Saboteure, wenn sie gekündigt, versetzt oder wegrationalisiert wurden. Selbst große Unternehmen mit gut funktionierenden IT-Abteilungen können derartige Racheakte oft nicht verhindern.
Gerade zum Jahreswechsel treten solche Fälle laut Attingo besonders häufig auf, da Beschäftigungsverhältnisse nicht verlängert, Kündigungen wirksam oder Mitarbeiter von der Konkurrenz abgeworben werden. Besonders in letztgenanntem Fall werden die Firmendaten nicht nur einfach gelöscht, sondern gleich noch mit zum neuen Arbeitgeber oder in die Selbstständigkeit übernommen.
Rettung in Sicht
Trotz der mutwilligen Löschung sind die Daten aber nicht endgültig verloren. Professionelle Datenretter können die Inhalte meist rekonstruieren. „Wir können in mehr als neunzig Prozent der Fälle Daten wiederherstellen“, betont Attingo-Geschäftsführer Nicolas Ehrschwendner. In vielen Fällen kann Attingo sogar über eine forensische Analyse den Schuldigen identifizieren.
Administratoren sollten potenziell sabotierte Systeme direkt an Spezialisten weiterreichen. „Am besten ist es, das System gar nicht erst hochzufahren und schon gar nicht versuchen, selbst Hand anzulegen“, betont Ehrschendner. Jeder einzelne Vorgang im Betriebssystem führt dazu, dass gelöschte Daten endgültig überschrieben werden und dann nicht mehr zu retten sind.
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Link: Homepage Attingo
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