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Mythos 3: „Unser SAP-Sicherheits-Team kümmert sich um die Gefahren.“
Viele Teams fokussieren sich in Sachen Sicherheit vor allem auf den klassischen Segregation-of-Duties-Ansatz. Dieser regelt vermeintlich alle Aspekte der Sicherheit durch die Kontrolle von Nutzerrollen und Autorisierungen. Das ist sinnvoll, sorgt aber nicht für vollständige Sicherheit. Denn viele Angriffe zielen auf den Transaktions-Layer ab und hebeln den SoD-Ansatz aus.
Zudem sind die Zuständigkeiten in Sachen SAP-Sicherheit oft schlecht verteilt. Nicht wenige CISOs beauftragen hierfür IT-Sicherheitsadministratoren, die keinen Überblick und Einblick in die SAP-Plattform haben. Bisweilen weisen sich Fachabteilungen, IT-Administratoren und CISOs die Verantwortungen gegenseitig zu. Im Idealfall hat das Unternehmen die Kompetenzen klar geregelt und technische Ressourcen bereitgestellt, damit jeder seine Aufgaben auch erledigen kann.
Mythos 4: „Das können nur hochkompetente Angreifer!“
Diese Aussage greift zu kurz, denn es gibt diese Angreifer durchaus. Die technischen Fähigkeiten unlauterer Wettbewerber, verärgerter Mitarbeiter, Hacktivisten oder fremder Staaten dürfen Unternehmen in ihrer technischen Kompetenz nicht unterschätzen. Und selbst talentierte Skript-Skiddies finden mittlerweile im Internet genug Informationen und Anleitungen für Angriffe auf SAP-Systeme.
Mythos 5: „Wir werden auf SAP HANA migrieren, damit sind wir sicher.“
SAP HANA wird nicht alle Probleme lösen. Je weiter sich die Plattform verbreitert, umso attraktiver wird sie für Angreifer. Der Softwarehersteller ist sich der Problematik bewusst und reagiert. 2014 nahm die Zahl der Sicherheitspatches für SAP HANA gegenüber dem Vorjahr um 450 Prozent zu. 82 Prozent der Patches wurden als „high priority“ eingeschätzt.
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