Standortdaten als Sicherheitsfaktor – Teil 2

Geräte überwachen und Privatsphäre schützen

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BYOD: Gemischte Nutzung, getrennte Standorte

Vorsicht ist auch bei der Auswertung von Standortdaten angesagt, wenn betriebliche Geräte privat oder Privatgeräte für das Unternehmen verwendet werden. Verschiedene Lösungen wie MaaS 360 oder RES Software Workspace Manager, die BYOD (Bring Your Own Device) Szenarien unterstützen, bieten gleichzeitig eine Geräteortung, für den Fall, dass das Gerät verloren geht oder gestohlen wurde.

Werden die Standortdaten erhoben, um den Diebstahlschutz zu optimieren und die Nutzer über diesen Ortungszweck informiert, dann müssen die Unternehmen auch an die Zweckbindung der Standortdaten denken. Es muss zum einen sicher gestellt werden, dass die Ortung nur dann erfolgt, wenn ein Fall von Verlust oder Diebstahl vorliegt und nicht etwa dauerhaft.

Dauer, Zweck und Umfang der Ortung vereinbaren

Zudem muss klar unterschieden werden, ob es sich um ein Privatgerät oder ein Firmengerät handelt. Die Ortung des Privatgerätes erfordert eine entsprechende BYOD-Vereinbarung, in der der Nutzer dieser Ortung ausdrücklich und informiert zustimmt.

Doch was, wenn es sich um ein betriebliches Gerät handelt, das auch privat genutzt werden darf? In diesem Fall muss die Ortung auf die Arbeitszeit eingeschränkt werden, sofern sie außerhalb der dienstlichen Nutzung nicht speziell vereinbart ist. Das Unternehmen könnte die private Nutzung auch nur unter der Auflage erlauben, dass eine Ortung des Gerätes stattfinden darf.

Spezielle Datenschutzeinstellungen sinnvoll

In jedem Fall muss verhindert werden, dass eine Ortung mit dem Ziel der Endgerätesicherheit dazu führt, dass der Arbeitgeber seine Beschäftigten im Privatleben kontrollieren könnte. MaaS 360 von Fiberlink zum Beispiel bietet die Möglichkeit, dass datenschutzrelevante Funktionen beim Mobile Device Management nicht ausgewertet werden, darunter standortabhängige Daten wie der genutzte WLAN Access Point, die GPS-Koordinaten und die IP-Adresse. Eine solche Datenschutz-Option greift eine wichtige Herausforderung bei der datenschutzfreundlichen Umsetzung von BYOD auf.

Umfragen des Marktforschers Harris haben zum Beispiel gezeigt, dass nur 15 Prozent der Beschäftigten nicht besorgt sind, dass ihr Arbeitgeber ihren aktuellen Aufenthaltsort außerhalb der Arbeitszeit nachvollziehen kann.

Unternehmen sollten deshalb immer daran denken: Standortdaten sind wichtige Faktoren bei der Risikoanalyse und der Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen. Sie sind aber auch eine mögliche Bedrohung der Privatsphäre, die ausgeschlossen werden muss.

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