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Disks und Datenschutz Teil 2 Häckseln, Verbrennen und magnetisch Löschen – so bleiben Daten vertraulich

| Autor / Redakteur: Bernd Schöne / Nico Litzel

Datenvernichtung geht zumeist (unfreiwillig) ganz einfach: Die Platte raucht ab oder das Band ist plötzlich nicht mehr lesbar. Die gesetzeskonforme gewollte Bitvernichtung erfordert allerdings einen hohen Aufwand, denn wer will, kann selbst in vermeintlich zerstörten Datenträgern noch sensible Informationen finden. Um das zu verhindern, stehen neben den im ersten Teil beschriebenen elektronischen auch eine Reihe von mechanischen Verfahren zur Verfügung.

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Degausser, hier der DG.02 von Kroll Ontrack, löschen durch starke Magnetfelder. Sie eignen sich daher für Magnetbänder, Disketten und Festplatten. Wegen der starken Felder ist allerdings unbedingt auf genügend Sicherheitsabstand zu allen Computersystemen zu achten.
Degausser, hier der DG.02 von Kroll Ontrack, löschen durch starke Magnetfelder. Sie eignen sich daher für Magnetbänder, Disketten und Festplatten. Wegen der starken Felder ist allerdings unbedingt auf genügend Sicherheitsabstand zu allen Computersystemen zu achten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die thermische oder mechanische Vernichtung von Datenträgern ist eine rustikale Alternative zu elektronischen Löschprogrammen. Ersteres ist allerdings nur in einer Müllverbrennungsanlage möglich, wobei sichergestellt werden muss, dass ein autorisierter Mitarbeiter das Objekt bis zum Ofen begleitet und die Hitze dann auch lange genug einwirkt.

Schreddern kann man hingegen überall, auch im eigenen Betrieb. Entweder man kauft ein entsprechendes Gerätes oder man nimmt die Hilfe eines Dienstleisters in Anspruch. Geschreddert werden kann grundsätzlich jeder Datenträger. Größere Mengen DVDs, CDs oder Magneto-optische Disks (MODs) lassen sich sogar nur durch Schreddern mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand zerstören.

Problematisch sind alle chipbasierenden Systeme, also USB-Sticks, Chipkarten aber auch die neuen Festplatten mit Flash-Zwischenspeicher. Chips stellen die höchsten Anforderungen an die Kleinheit der Shredderrückstände, da hier der Datenträger oft nicht größer als zehn Quadratmillimeter ist und jeder Datenträger unter Umständen für sich lesbar ist, also nicht wie bei einer CD mühsam aus einem Puzzle von Rückständen zusammengesucht werden muss.

Das BSI empfiehlt bei Chips das Verbrennen oder elektronische Löschen mit entsprechenden Löschprogrammen, wobei Letzteres in den meisten Fällen wesentlich unproblematischerer sein dürfte.

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