App Connect Enterprise IBM repariert Patch und schließt kritische Sicherheitslücke

Von Marvin Djondo-Pacham 1 min Lesedauer

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Bereits zum zweiten Mal musste IBM an eine kritische Sicherheitslücke in App Connect Enterprise ran. Schon Ende 2024 gab es dafür einen Patch, der jedoch nicht funktionierte.

In der Integrationssoftware App Connect von IBM finden sich zwei Sicherheitslücken, die die Umgehung von Zugriffsbeschränkungen und Remote Code Execution ermöglichen könnten.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
In der Integrationssoftware App Connect von IBM finden sich zwei Sicherheitslücken, die die Umgehung von Zugriffsbeschränkungen und Remote Code Execution ermöglichen könnten.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Entwickler von IBM haben eine kritische Sicherheitslücke in der Anwendungs­integrations­software App Connect Enterprise geschlossen. Die Schwachstelle CVE-2025-1302 (CVSS 9.8) gefährdet Systeme, welche die Software nutzen. Betroffen ist das Modul „jsonpath-plus“ zum Verarbeiten von JSON-Konfigurationen (Java Script Object Notation). Über das Modul können Angreifer Remote Code ausführen. Konkret sind die jsonpath-plus-Module vor der App-Connect-Version 10.3.0 gefährdet sowie die Versionen 12.0.1.0 bis 12.0.12.7. IBM ist bislang kein Zugriff durch diese Schwachstelle bekannt.

Patch-Versuch im Dezember missglückt

JSON-Konfigurationen sind Dateien, die Daten im gleichnamigen Format enthalten. Es ist ein textbasiertes Format, das zum Speichern und Austauschen von Daten geeignet ist. Diese bestehen aus Paaren von Namen und Werten. Sie können unter anderem zur Konfiguration von Anwendungen verwendet werden. Das von CVE-2025-1302 betroffene Modul jsonpath-plus verarbeitet die Anfragen zu den JSON-Daten. Im Falle von App Connect werden die Eingaben jedoch nicht ausreichend überprüft. Das können Angreifer nutzen und mit präparierten Anfragen Schadcode ausführen.

Im Dezember 2024 versuchte IBM das Problem schon einmal zu lösen, welches damals noch unter der Kennung CVE-2024-21534 (CVSS 9.8) geführt wurde. Der Patch der Entwickler war jedoch fehlerhaft und die Schwachstelle blieb weiterhin bestehen. Der reparierte Patch soll das Problem nun endgültig lösen.

Im selben Zuge schloss IBM eine weitere Sicherheitslücke: CVE-2025-24791 (CVSS 4.4). Bei einer erfolgreichen Ausnutzung können Cyberangreifer Zugangsbeschränkungen umgehen. Diese Sicherheitslücke betrifft die Versionen 1.12.0 bis 2.0.1 von App Connect Enterprise unter Linux. Alle neueren Versionen enthalten die Sicherheitsupdates für beide Schwachstellen.

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