Mehr Cloud, kaum KI ICS/OT-Unternehmen sind schlecht auf Cyberangriffe vorbereitet

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Die Umfrage 2024 zeigt Fortschritte im Bereich der ICS/OT-Sicherheit, offenbart aber auch erhebliche Schwächen in der Vorbereitung auf Cybervorfälle und dem Einsatz von KI.

Zwar setzen Unternehmen mehr Monitoring für ihre OT-Umgebungen ein, doch generell sind die meisten schlecht auf Cyberangriffe vorbereitet.(Bild:  wladimir1804 - stock.adobe.com)
Zwar setzen Unternehmen mehr Monitoring für ihre OT-Umgebungen ein, doch generell sind die meisten schlecht auf Cyberangriffe vorbereitet.
(Bild: wladimir1804 - stock.adobe.com)

Die SANS 2024 ICS/OT Survey: The State of ICS/OT Cybersecurity zeigt den Stand bei der Absicherung von industriellen Kontrollsystemen (ICS) und Betriebstechnologien (OT). Zwar zeigen die Ergebnisse signifikante Fortschritte im Vergleich zu den Vorjahren. Doch es gibt nach wie vor große Herausforderungen für die Sicherheit von ICS/OT-Umgebungen (Industrial Control Systems/Operational Technology).

Trotz besserem Monitoring schlechte Vorbereitung

Ein bemerkenswerter Fortschritt ist die verbesserte Erkennung von Bedrohungen. Während 2019 nur 33 Prozent der Befragten OT-spezifisches Monitoring einsetzten, stieg dieser Anteil bis 2024 auf 52 Prozent. Dies verdeutlicht die zunehmende Bedeutung von Sichtbarkeit und Monitoring in kritischen Netzwerken, um potenzielle Sicherheitsvorfälle frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

Trotz dieser Fortschritte gibt es weiterhin erhebliche Defizite in der Vorbereitung und im Personalbestand. Nur 34 Prozent der Befragten nutzen spezielle ICS/OT-Tools, um sich auf Cyber-Vorfälle vorzubereiten. Hinzu kommt, dass mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) über keine persönlichen Zertifizierungen für diese Systeme haben. Diese Lücken werfen ernste Fragen darüber auf, wie gut Unternehmen auf industrielle Cybervorfälle vorbereitet sind und ob die Sicherheitsteams über die notwendigen Fähigkeiten verfügen.

Mehr Cloud, kaum KI in industriellen Unternehmen

Ein weiterer bedeutender Trend ist die wachsende Akzeptanz von Cloud-Lösungen im ICS/OT-Bereich. Trotz anhaltender Sicherheitsbedenken stieg die Nutzung von Cloud-basierten Lösungen um 15 Prozent, insbesondere in nicht regulierten Umgebungen. Dies zeigt, dass Unternehmen zunehmend auf die Flexibilität und Skalierbarkeit der Cloud setzen, um ihre OT-Infrastrukturen zu modernisieren.

Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in ICS/OT-Umgebungen bleibt hingegen begrenzt. Die meisten Unternehmen befinden sich noch in einer experimentellen Phase, da es an klaren Anwendungsfällen sowie an Vertrauen in die Sicherheit und Zuverlässigkeit dieser Technologien mangelt. KI könnte in Zukunft eine größere Rolle spielen, doch gegenwärtig ist ihr Einsatz in diesem Bereich noch nicht weit verbreitet.

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