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Kompromisse bei geeigneten Kandidaten

Der Mensch selbst ist die größte Bedrohung für die IT-Sicherheit, ob als böswilliger Täter oder gutgläubiger Nutzer – Jäger und Gejagter. Es lohnt sich deshalb, in hochqualifizierte Mitarbeiter und Weiterbildungsangebote zu investieren, um die größtmögliche Expertise im Unternehmen zu bündeln und zu halten.

Unternehmen gehen bei der Rekrutierung von geeigneten Mitarbeitern im IT-Sicherheitsbereich bisher nur bedingt Kompromisse ein. Es ist sehr ratsam für Arbeitgeber, Zugeständnisse bei der Rekrutierung zu machen und nicht auf eine 100-prozentige Passgenauigkeit zur beharren. Vielmehr sollten Unternehmen in Skills investieren und maßgeschneiderte Ausbildungen für etwaige Lücken anbieten.

Wenn ein Kandidat Grundkenntnisse im Bereich der IT-Sicherheit mitbringt und auch privat eine hohe Affinität zu diesen Themen besitzt sowie alle weiteren Fähigkeiten vorhanden sind, macht ein Ausbau des Know-hows Sinn. Dies kann durch Weiterbildungen oder Zertifizierungsprogramme erfolgen, die Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, sich in Themengebieten wie Kryptologie, Computer-Strafrecht oder Forensik weiterzubilden.

Der Quereinstieg im IT-Sicherheitsumfeld

Als Quereinsteiger in der IT-Sicherheitsbranche Fuß zu fassen, bedeutet oftmals, intensive Umschulungsprogramme und Weiterbildungsmaßnahmen zu absolvieren, die hohen persönlichen Einsatz erfordern. Von Quereinsteigern wird hohe Flexibilität und Eigeninitiative erwartet.

Sie haben es angesichts der steigenden Komplexität immer schwerer, in die IT-Sicherheitsbranche zu gelangen. Durch die Komplexität und Anfälligkeit der IT-Systeme ist es gleichzeitig erforderlich, neben dem Fachwissen auch ein Verständnis für systemübergreifende Zusammenhänge mitzubringen.

Dauerhaftes Umdenken und ständiges Lernen notwendig

Die Gefährdungslage im IT-Sicherheitsbereich wandelt sich ständig, daher ist es mit einer einmaligen Ausbildung nicht getan. Die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung ist extrem wichtig. Bezogen auf die Anforderungen ist es allerdings nicht mehr zeitgemäß, IT-Sicherheit allein als Aufgabe der IT-Abteilung zu sehen.

Der Anspruch an die Aufrechterhaltung eines sicheren IT-Betriebs muss vielmehr von allen Beteiligten – vom Vorstand bis zum Endanwender – getragen werden. Eine in diesem Zusammenhang genannte Empfehlung lautet, IT-Sicherheit als Teil der Unternehmenskultur zu etablieren.

Martin Krill
Martin Krill
(Bild: Hager Unternehmensberatung)

* Über den Autor

Martin Krill ist seit über fünfzehn Jahren für die Hager Unternehmensberatung tätig und wurde 2004 zum Geschäftsführer berufen. Er besetzt gehobene Vertriebs- und Management-Positionen in der Technologiebranche sowie in weiteren ausgewählten Branchen.

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