Managed Security Services statt Fachkräftemangel Welche Vorteile bieten MSS für den Mittelstand?

Ein Gastbeitrag von Hannes Wierer 4 min Lesedauer

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Der Mangel an IT-Security-Fachkräften macht es Betrieben oft schwer, einen angemessenen Schutz ihrer Systeme zu realisieren. Diese anhaltende Problematik führt bei Unternehmen mittlerweile zum Umdenken. Anstatt sich komplett selbst um die Sicherheit zu kümmern, geht der Trend zu Managed Services und modernen Plattformen, die mit KI und Automation für zusätzliche Entlastung sorgen. Ein Beispiel aus dem Mittelstand zeigt, wo die Vorteile dieses Ansatzes liegen.

Die IT-Teams vieler deutscher Mittelständler sind vorrangig damit beschäftigt, die geschäftskritischen Systeme zu betreiben. Für Cybersecurity fehlen da oft die Personalkapazitäten.(Bild:  ipopba - stock.adobe.com)
Die IT-Teams vieler deutscher Mittelständler sind vorrangig damit beschäftigt, die geschäftskritischen Systeme zu betreiben. Für Cybersecurity fehlen da oft die Personalkapazitäten.
(Bild: ipopba - stock.adobe.com)

Dass Cyber-Vorfälle in der Industrie immer wieder auftreten, verwundert bei einem Blick auf die Zahlen des aktuellen Cisco Cybersecurity Readiness Index nicht. Demnach verfügen nur drei Prozent der Manufacturing-Unternehmen in Europa über einen ausgereiften Schutz im Bereich Cybersicherheit. 71 Prozent zählen hingegen zu den Kategorien der am wenigsten vorbereiteten Organisationen.

Diese Fakten verdeutlichen, dass die Industrie teils erheblichen Aufholbedarf bei der Absicherung ihrer Systeme hat. Erschwerend kommt das Spannungsfeld aus OT- und IT-Systemen hinzu, welches im Hinblick auf die Sicherheit zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt. Obendrein haben viele Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangels Schwierigkeiten, ihr IT-Team mit einer ausreichenden Zahl an Cybersicherheitsexperten zu besetzen.

Wie kann es in solch einem Szenario gelingen, die IT-Sicherheit angemessen zu gestalten, ohne die digitale Transformation auszubremsen und den finanziellen Rahmen zu sprengen? Auf diese Fragestellung hat der Hanauer Kabelschutzhersteller und Hidden Champion Flexa pragmatische Antworten gefunden.

Komplexität aus dem Netzbetrieb nehmen

Dem inhabergeführten Mittelständler Flexa geht es wie vielen Industrie­betrieben: Das Unternehmen ist bemüht, seine IT-Netzwerke rund um die Uhr lückenlos zu überwachen. Einen Ausfall der Produktion kann es sich nicht leisten. Denn in der Coronakrise wurde es für Flexa mehr als deutlich: Business Continuity ist ein starker Wettbewerbsvorteil für den Mittelständler. Deshalb entschied man sich für weitere Investitionen in die eigene Cyber-Resilienz.

„Die IT ist mittlerweile kritisch für das Kerngeschäft unseres Unternehmens“, sagt Matthias Hoffmann, Head of Information Technology bei Flexa. Dies bedeute, dass die IT-Ressourcen beispielsweise bei der Digitalisierung der Produktion verstärkt eingesetzt werden müssen. „Wir mussten unser Unternehmen also an anderen Stellen entlasten, indem wir die Komplexität beim Betreiben der Netze rausnehmen“, so Hoffmann weiter.

Um mehr Resilienz zu erreichen, entschied sich Flexa dazu, einen externen Partner an Bord zu holen. Wichtig war dabei, dass es sich um einen deutschen Security-Dienstleister handelt, der herstellerunabhängig berät und im Anschluss dann beim Betrieb der Ideallösung unterstützen kann. Die Wahl fiel schließlich auf den Security- und Netzwerkspezialisten Nomios Germany.

Dazu führte Nomios zunächst eine Bedarfsanalyse bei Flexa durch. Diese beinhaltete unter anderem die bisher eingesetzten Komponenten, das Budget und natürlich den derzeitigen Sicherheitsstatus der Netzwerke. Als Antwort auf die ermittelten Anforderungen implementierte Flexa eine modular aufgebaute, DSGVO-konforme Lösung, die sich flexibel anpassen lässt und genau diejenigen Bausteine enthält, auf die der Mittelständler Wert legt. Dazu zählen unter anderem Endpoint Security, Netzwerksicherheit, Security Information and Event Management (SIEM), Honeypots, Network Access Control (NAC) und Mobile Device Management (MDM). Die Flexibilität dieses Konstrukts ermöglicht es, sich auch in Zukunft auf veränderte Sicherheitsanforderungen im IT- und OT-Bereich einzustellen. Somit hat Flexa eine nachhaltige, zukunftssichere Investitionsentscheidung getroffen.


Fachkräftemangel in der IT-Security


Der Fachkräftemangel in Deutschland bedroht die Wirtschaft, besonders in der IT-Sicherheit. Unternehmen suchen dringend qualifizierte Experten, um Cyberrisiken zu bewältigen. Der steigende Bedarf an IT-Sicherheitsfachkräften verschärft das Problem weiter. In dieser Serie sprechen wir mit HR-Expertinnen und Security-Profis aus der Praxis darüber, wie Unternehmen trotz knappem Angebot die perfekt passenden Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter finden und halten können.


Rundum-Service von der Auswahl bis zum laufenden Betrieb

Wir unterstützten unsere Kunden nicht nur bei der Auswahl der Plattformlösung, sondern auch das Setup und die Implementierung vor Ort. Der Onboarding-Prozess war nach drei Tagen abgeschlossen. Es folgten kurze Trainings, um das Flexa-IT-Team in die Lage zu versetzen, die neue Security-Plattform effizient zu nutzen.

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Der Kabelschutzhersteller entschied sich außerdem dazu, den MDR-Service (Managed Detection and Response) von Nomios Germany zu nutzen. Die Systeme werden dabei rund um die Uhr überwacht. An dieser Stelle spielt Künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle. Sie sorgt hier einerseits für Effizienz, andererseits für eine schnelle und sichere Identifikation von Bedrohungen.

Werden sicherheitskritische Vorfälle erkannt, erhält das Unternehmen umgehend eine Information. Diese beinhaltet auch eine Handlungsempfehlung für die eigenständige Lösung der Problematik. Ein monatlicher Report gibt zudem Aufschluss darüber, welche Vorgänge in der IT-Umgebung zu verzeichnen waren. Auf dieser Basis lässt sich gut einschätzen, wie sich die Bedrohungslandschaft aktuell entwickelt. Auch lassen sich eventuell vorliegende Bedarfe an zusätzlichen Schutzmechanismen von den Reports ableiten. Sogar NIS-2-relevante Berichte können über das System in Echtzeit generiert werden. Sollte es notwendig sein, ist also eine sofortige Audit-Unterstützung gewährleistet.

Fazit

Deutsche Mittelständler wie der Familienbetrieb Flexa liefern seit Jahrzehnten weltweit führende Produkte in Spitzenqualität. Ihre IT-Teams sind jedoch vorrangig damit beschäftigt, diese starke Wettbewerbsposition durch Digitalisierungs­maßnahmen zu halten und die geschäftskritischen Systeme zu betreiben. Für Cybersecurity fehlen daher oftmals die Personalkapazitäten. Insofern führt kein Weg daran vorbei, Plattformen zu etablieren, die durch KI-Unterstützung einen hohen Automatisierungsgrad bei der Erkennung und Abwehr von Bedrohungen ermöglichen. Flexa ist diesen Schritt erfolgreich gegangen und hat somit ein geeignetes Level an Cybersicherheit erreicht, ohne seine finanziellen und personellen Ressourcen überzustrapazieren.

Über den Autor: Der ehemalige Vodafone-Manager Hannes Wierer ist seit März 2023 Geschäftsführer von Nomios Germany, einem führenden Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen für Cybersecurity sowie für sichere Netzwerke.

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