Ivanti State of Cybersecurity Report 2024 In deutschen Unternehmen fehlt IT-Sicherheitswissen

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Nach einer aktuellen Untersuchung des Technologieunternehmens Ivanti hat die IT-Sicherheit in deutschen Unternehmen zwar eine hohe Priorität, allerdings fehlt das dazu notwendige Fachwissen.

In deutschen Unternehmen reicht das IT-Sicherheitswissen in allen Bereichen nicht aus. Angefangen beim Management, aber auch bei normalen Mitarbeitern und sogar oft in den IT-Abteilungen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
In deutschen Unternehmen reicht das IT-Sicherheitswissen in allen Bereichen nicht aus. Angefangen beim Management, aber auch bei normalen Mitarbeitern und sogar oft in den IT-Abteilungen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Der „State of Cybersecurity Report 2024“ von Ivanti deckt auf, dass in deutschen Unternehmen die Cybersicherheit durchaus relevant ist. Leider fehlt allerdings in den Chefetagen das dazu notwendige Fachwissen. Ivanti hat dazu mehr als 7.300 Führungskräfte aus USA, Deutschland, England, Frankreich, Australien und Japan zu wichtigen Themen aus dem Sicherheitsbereich befragt.

Hürden für die Cybersicherheit: Mangelnder Support und systematische Datensilos

Drei Viertel der befragten Unternehmensleiter glauben, dass sie Vulnerability Management verstehen; 63 Prozent bestätigen dies für das Konzept Zero Trust. Allerdings bescheinigen nur 40 Prozent der Security-Verantwortlichen ihrer Geschäftsleitung ein tiefes Verständnis dieser beiden wesentlichen Sicherheits­themen, was die Unterstützung der Sicherheitskonzepte ausbremsen kann.

In 72 Prozent der deutschen Unternehmen sind IT- und Sicherheitsdaten in isolierten Silos. Während 45 Prozent der deutschen Sicherheitsexperten angeben, dass dies ihre Reaktionszeiten nicht verlangsamt, beklagen sie dennoch die vielen unterschiedlichen Tools und den mühsamen Datenaustausch zwischen IT- und Security-Teams. Diese Trennung führt zu ständigen Reibungspunkten, wie beispielsweise bei der Patching-Strategie.

Deutsche Unternehmensleiter erkennen das Problem mangelnden Engagements der Führungskräfte besser als ihre internationalen Kollegen: 44 Prozent sehen dies als zentrale Hürde für Cyberexzellenz, während dies in Frankreich und Großbritannien nur bei 17 Prozent der Fall ist.

Geringes Risikobewusstsein gegenüber KI-Bedrohungen

Besonders problematisch ist die Bewertung der Sicherheits­spezialisten gegenüber KI-Risiken. Deutsche Security-Verantwortliche messen Bedrohungen durch KI einen geringen Stellenwert bei. So schätzen 40 Prozent der Cyberspezialisten das Risiko von Angriffen über Prompt Injection als gering bis nicht existent ein, während der weltweite Schnitt bei 29 Prozent liegt. Ähnlich gering ist die Risikobewertung für Angriffe über manipulierte Datensätze oder Deepfakes.

Im Gegensatz dazu nutzen deutsche Büromitarbeiter KI-Tools auffallend häufig. Jeder vierte Mitarbeiter (24 Prozent) verwendet bereits generative KI-Tools für seine Arbeit, weltweit sind es nur 15 Prozent. Zudem arbeiten 19 Prozent der deutschen Büromitarbeiter mit diesen Tools auch ohne Genehmigung der IT- oder Security-Abteilung.

Interessant ist, dass sechs von zehn deutschen Mitarbeitern wissen, dass KI die Stimme von Personen, beispielsweise eines Vorgesetzten, imitieren kann. Weltweit ist dieses Wissen nur bei jedem zweiten Mitarbeiter verbreitet.

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