gesponsertInsider Research im Gespräch Identität als Kontrollpunkt für KI-Agenten

2 min Lesedauer

Gesponsert von

In vielen Unternehmen laufen KI-Agenten ohne Freigabe, oft mit Administratorrechten. Dr. Shahriar Daneshjoo, VP Sales Central & Eastern Europe bei Silverfort, erklärt im Podcast, welche Prüfung jeder Zugriff eines Agenten durchlaufen sollte und welche Schritte Sicherheitsverantwortliche zuerst angehen sollten.

Identität als Kontrollpunkt für KI-Agenten, ein Interview von Thomas Joos, Insider Research, mit Dr. Shahriar Daneshjoo von Silverfort.(Bild:  Vogel IT-Medien / Silverfort / Joos)
Identität als Kontrollpunkt für KI-Agenten, ein Interview von Thomas Joos, Insider Research, mit Dr. Shahriar Daneshjoo von Silverfort.
(Bild: Vogel IT-Medien / Silverfort / Joos)

Ein KI-Agent greift im Auftrag eines Menschen mit dessen Rechten auf Daten und Anwendungen zu. Nach einem Kurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vom September 2026 nutzen 29,1 Prozent der Beschäftigten mit KI-Einsatz Werkzeuge, die ihr Arbeitgeber nicht bereitgestellt hat. Daneshjoo berichtet von einem CISO, der ein Pilotprojekt mit 50 Anwendern plante, bevor die erste Bestandsaufnahme mit der Silverfort-Plattform im Unternehmen 500 bereits installierte KI-Agenten fand.

Administratoren installieren Agenten mit eigenen Rechten

Daneshjoo beschreibt im Gespräch, dass Administratoren Testversionen von KI-Clients mit ihren eigenen Rechten installieren. Übernimmt ein Angreifer einen solchen Client, wechselt er mit diesen Rechten von System zu System. Ein Partner lud nach seinen Angaben Kundendaten über sein privates Gemini-Konto hoch. Silverfort findet nicht freigegebene Programme über lesende Verbindungen zu Identitätsdiensten, zum Beispiel Entra ID.

Ungenutzte Agenten behalten ihre Berechtigungen

Für Daneshjoo zählen KI-Agenten zu den nicht-menschlichen Identitäten (Non-Human Identities, NHI), zu denen seit Jahren auch Dienstkonten gehören. Für Mitarbeiter regeln Unternehmen Eintritt, Wechsel und Austritt (Joiner, Mover, Leaver). Ein KI-Agent ohne Aufgabe bleibt dagegen mit seinen Rechten im Netz. Silverfort wertet nach eigenen Angaben täglich mehr als 10 Milliarden Authentifizierungen in über 1.000 Organisationen aus. Die Richtlinien legt die Abteilung des CISO fest, die Umsetzung übernimmt das Identity and Access Management (IAM).

Die Prüfung läuft vor jeder Handlung des Agenten

Silverfort prüft jede Zugriffsanfrage zur Laufzeit. Nach Herstellerangabe entscheidet die Plattform innerhalb von Millisekunden, ob sie den Zugriff freigibt, eine Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA) verlangt oder ihn sperrt. Für Microsoft Copilot Studio, in dem Fachabteilungen eigene Assistenten bauen, hat Silverfort diese Prüfung im Juni 2026 vorgestellt.

Aufgenommen wurde die Folge am 12.10.2026 für die Sonderausgabe „SECURITY-MOMENTUM 2027“ zur it-sa 2026 in Nürnberg. Silverfort stellt dort vom 27. bis 29.10.2026 in Halle 7 an Stand 7-604 aus. Fünf Punkte vertieft das Gespräch.

  • 1. Doppeltes Risiko: Angriffe von außen und unüberwachte KI-Programme im eigenen Netz
  • 2. Schatten-KI: KI-Dienste ohne Freigabe der IT
  • 3. Least Privilege: nur die Rechte, die eine Aufgabe verlangt
  • 4. Simulierter KI-Angriff: ein Test mit einem Angreifer, der sich als legitimer Anwender ausgibt
  • 5. Fehlende Regeln: Sicherheitsregeln für KI-Software, die Unternehmen erst nach dem Start schreiben

Für den Einstieg nennt Daneshjoo zwei Schritte. Zuerst sollten Sicherheitsverantwortliche erfassen, welche Agenten im Unternehmen laufen und was sie tun. Danach folgen Zugriffsregeln für die Kronjuwelen, also die sensibelsten Daten, ein benannter Verantwortlicher je Programm und eine finanzielle Bewertung der Risiken. Sicherheitsrichtlinien gehören nach seiner Erfahrung schon in den Entwicklungszyklus, da sie sich nachträglich kaum noch einbauen lassen. Silverfort bietet dafür mit autorisierten Partnern ein kostenloses Assessment an, das vorhandene Agenten sichtbar macht.

Die Folge steht bei Captivate, Apple Podcasts, Spotify, TuneIn und Deezer bereit, das Video läuft im YouTube-Kanal von Insider Research. Abonnieren Sie die Reihe, dann erreicht Sie jede neue Ausgabe automatisch.

(ID:50993434)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung